Kulmbach

Zeitungsleser und Zeitungsrupfer

Sie sind überall: Im Café, auf der Arbeit, bei mir zuhause. Und sie machen mir das Leben manchmal schwer. Die Rede ist von den Zeitungszerrupfern.
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Foto: Katrin Geyer
Foto: Katrin Geyer
Wenn ich Zeitung lese, dann geht das so: Ich suche mir von den vielen Teilen denjenigen heraus, der mich am meisten interessiert. In meiner "Rundschau" nach einem freien Tag den Teil "Kulmbach Stadt". In der "Zeit" zum Sonntagsfrühstück den Reiseteil. Bin ich mit den Seiten durch, werden sie wieder ordentlich zusammengelegt und wandern auf den Zeitungsstapel. Manchmal auch gleich in den Korb mit dem Altpapier. Immer aber sieht das, was von der Zeitung übrig bleibt, noch nach Zeitung aus.
Anders die Zeitungszerrupfer. Die schaffen es, aus einer sorgsam gefalteten Zeitung innerhalb von wenigen Minuten eine Lose-Blatt-Sammlung mit Eselsohren zu machen, in der die Seiten wild durch einanderfliegen. Hier ein Stück Sport neben dem Feuilleton, da vier Seiten Lokales, versteckt unter Auto-Anzeigen und Fernsehprogramm.
Ungerührt geht der Zerrupfer dann seines Weges. Dass es Menschen gibt, die beben angesichts eines solchen Desasters, lässt ihn kalt: Morgen gibt's doch eine neue Zeitung!
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