Schwarzach bei Kulmbach
Glosse

Wo sind die Apfelflüsterer?

Die Mannschaft im Schwarzacher Presshaus hat während der Apfelsaison alle Hände voll zu tun. Sie versuchen, alles möglich zu machen - aber einen Wunsch können die Helfer nicht erfüllen.
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Im Schwarzacher Presshaus haben die Helfer während der Apfelsaison jede Menge zu tun. Foto: Jürgen Gärtner
Im Schwarzacher Presshaus haben die Helfer während der Apfelsaison jede Menge zu tun. Foto: Jürgen Gärtner
Bei ihnen ist in den letzten Wochen jede Menge los gewesen. Viel Arbeit, ein Kommen und Gehen: Geheimrat Dr. Oldenburg, Fürst Blücher, die Herzogin von Brabant oder Kaiser Wilhelm geben sich die Klinke in die Hand. Nobel, nobel - klangvolle Namen, die im Schwarzacher Presshaus allerdings nur einen kurzen Auftritt haben. Geschickte Hände sorgen dafür, dass aus den rot, gelb oder grün leuchtenden "Besuchern" ganz schnell ein wohlschmeckender Apfelsaft wird.

Die freiwilligen Helfer des Obst- und Gartenbauvereins Schwarzach werkeln seit Wochen in zwei Schichten und sind mit Spaß und Freude bei der Sache. Nächste Woche wird noch gepresst, aber dann geht die Saison langsam zu Ende. Sie und ihre Kollegen in Neudrossenfeld, Kasendorf oder anderswo leisten einen wichtigen Beitrag, dass die Streuobstwiesen und die Apfelbäume in den Gärten erhalten bleiben. Ein Segen für Mensch und Tier.

Aber zaubern kann die Pressmannschaft natürlich nicht. Die Helfer werden immer wieder gefragt, mit wie viel Saft man denn rechnen könne. Und manchmal gibt es verwunderte Gesichter, dass 100 Kilo Äpfel eben "nur" 60 bis 70 Liter Saft ergeben. Daran müssen Erich Schiffelholz und seine Kollegen noch ein bisschen arbeiten. Wenn es ihnen gelingt, daraus 150 Liter Apfelsaft zu machen, hätten sie sich die Bezeichnung "Apfelflüsterer" verdient.
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