Wirsberg

Windkraft lohnt sich für Wirsberg

Die Einspeisung der neuen Windenergieanlagen auf der "Pöllitzer Höhe" und am "Rabenstein" läuft auf Hochtouren. Davon überzeugten sich Bürgermeister Hermann Anselstetter (SPD), Landrat Klaus Peter Söllner (FW), Bürgermeister Gerhard Schneider aus Himmelkron (CSU) und Ingenieur Günter Beermann.
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Als einen Glücksfall für die Marktgemeinde Wirsberg bezeichnete Bürgermeister Hermann Anselstetter die drei Bürgeranlagen oberhalb von Sessenreuth. Die letzten zwei sind vor wenigen Wochen offiziell an das Netz gegangen. Unser Bild zeigt von links Jurist Philipp Hetzel vom Landratsamt Kulmbach, Bürgermeister Gerhard Schneider, Landerat Klaus Peter Söllner, Ingenieur Günter Beermann und Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Werner Reißaus.
Als einen Glücksfall für die Marktgemeinde Wirsberg bezeichnete Bürgermeister Hermann Anselstetter die drei Bürgeranlagen oberhalb von Sessenreuth. Die letzten zwei sind vor wenigen Wochen offiziell an das Netz gegangen. Unser Bild zeigt von links Jurist Philipp Hetzel vom Landratsamt Kulmbach, Bürgermeister Gerhard Schneider, Landerat Klaus Peter Söllner, Ingenieur Günter Beermann und Bürgermeister Hermann Anselstetter. Foto: Werner Reißaus.
Die zwei Anlagen, die im letzten Jahr als Bürgeranlagen installiert wurden, erzeugen durchschnittlich knapp neun Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von rund 2700 Haushalten.

Ingenieur Beermann kritisierte die Blockadehaltung von Eon Bayern bei der Netzeinspeisung und zeigte auf, dass der Bau von Bürgeranlagen mit dem Kapitalanlagegesetz künftig verboten werde.

Bürgermeister Hermann Anselstetter verwies darauf, dass zusammen mit der Alt-Anlage aus dem Jahr 2002 nun drei Bürgeranlagen erneuerbaren Naturstrom produzieren: "Die drei Bürgeranlagen stellen für Wirsberg und die Region einen absoluten Glücksfall dar. Über 150 Bürger sind die Eigentümer dieser drei Windkraftanlagen und treffen auch alle Entscheidungen."

Anselstetter hob hervor, dass es drei "gewollte Bürgeranlagen" sind.
Dazu gab es einstimmige Beschlüsse des Marktgemeinderates, positive Resonanz bei den Bürgerversammlungen, die Investitionsbereitschaft und auch die Bereitschaft zum Grundstücksverkauf. "In Wirsberg liegt die Energiewende in Bürgerhand! Da mischen weder Großkonzerne noch Großbanken mit."

Die drei Anlagen seien zum Werbefaktor für den staatlich anerkannten Luftkurort geworden, denn die Windräder seien Symbole für einen sanften Tourismus. "Und sie haben sich inzwischen zu begehrten Besichtigungs- und Vorzeigeprojekten entwickelt. Es sind Symbole eines neuen, friedlicheren Stromzeitalters." Anselstetter gab auch bekannt, dass die Gemeinde mittlerweile auch die ersten Gewerbesteuereinnahmen verbuchen konnte.

Landrat Klaus Peter Söllner betonte: "Das ist hier am Standort in Wirsberg sehr gut gelaufen." Was die Umsetzung neuer Windkraftanlagen angeht, so sprach sich Söllner dafür aus, die Realisierung mit Augenmaß und Gelassenheit anzugehen.

Ingenieur Beermann bezifferte das Eigenkapital der Bürger auf 2,8 Millionen Euro. Die Energiewende in Bayern sah Beermann allerdings als beendet an. Beermann verwies auf "unsägliche Aussagen" des Bundesumweltministers. "Man kann keine Millionen investieren, ohne zu wissen, was nachher rauskommt und ob man überhaupt noch eine Vergütung bekommt."

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