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Mainleus
Versammlung

Willmersreuther ärgern sich über Hundekot und kaputte Mauern

Gut besucht war die Teilbürgerversammlung im Willmersreuther Gasthof "Zur Linde".
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Die Mauer in der Bergstraße beim Anwesen Herrmann befindet sich in einem schlechten Zustand. Im Rahmen einer Unterhaltsmaßnahme soll sie verschönert werden, sicherte Bürgermeister Bosch zu. Foto: S. Stöckel.
Die Mauer in der Bergstraße beim Anwesen Herrmann befindet sich in einem schlechten Zustand. Im Rahmen einer Unterhaltsmaßnahme soll sie verschönert werden, sicherte Bürgermeister Bosch zu. Foto: S. Stöckel.
41 Einwohner lauschten den Ausführungen von Bürgermeister Robert Bosch (CSU) zum geplanten Baugebiet oberhalb von Willmersreuth Richtung Motschenbach. Anhand eines Planes bekamen die Zuhörer eine Vorstellung von dem Baugebiet, das 18 Parzellen umfasst.

Von Dieter Passing auf den zeitlichen Ablauf angesprochen, sagte Bosch: "Ich rechne nicht damit, dass in den nächsten zwölf Monaten das Projekt steht." Er teilte mit, dass die Erschließung im Umlageverfahren durchgeführt werde. Ziel sei es, den Eigentümern durch eine prozentuale Aufteilung bebaubare Grundstücksflächen zu verschaffen, die diese dann wieder veräußern könnten. Wer einmal welches Grundstück besitzen werde, stehe noch nicht fest. Der Markt werde keine Grundstücke aufkaufen, sondern komme lediglich für die Schaffung von Infrastrukturflächen wie Straßen und Gehwege auf, so Bosch.

"Wer Grund und Boden erwerben will, wendet sich direkt an den Eigentümer", sagte der Bürgermeister. Das ist für ihn der gangbarere Weg: "Der Markt Mainleus hat dadurch keinen Kapitaleinsatz und muss auch keine Flächen vermarkten." Bauzwang gebe es keinen.

Siegfried Fröba machte auf einen Missstand in der Bergstraße aufmerksam: An der Mauer beim Anwesen Herrmann haben sich Steine gelöst. "Was passiert mit der Einfriedung?", wollte der Willmersreuther wissen. Dazu Bosch: "Der Markt ist Eigentümer der Mauer. Wir werden keine Sanierung durchführen, weil sonst die Straßenausbaubeitragssatzung greifen würde, sondern eine Unterhaltsmaßnahme einleiten."


Ein Häufchen Ärger

Ein Thema, das immer wieder die Gemüter erregt, ist der Hundekot. In Willmersreuth ist die Obere Fischäckergasse betroffen. "Hier trifft man häufiger auf Plastikbeutel mit den Hinterlassenschaften der Vierbeiner", klagte Gerhard Naujoks. Der Bürgermeister, der sich als Hundefreund zu erkennen gab, appellierte an die Vernunft der Halter. Er erinnerte daran, dass man im Gemeindegebiet Spender mit Mülleimern aufstellen wolle. "Das System darf nicht ad absurdum geführt werden, dass volle Beutel auf der Straße statt im Abfallkorb landen."

Entlang der Schulsportanlage in Mainleus verläuft ein öffentlicher Radweg. "Die Wurzeln der angrenzenden Bäume sorgen dafür, dass sich die Teerdecke hebt. Es wird immer schlimmer", berichtete Naujoks. "Für die Radler ist das nicht ungefährlich", ergänzte Dieter Passing.

Die Bürger forderten die für den Unterhalt zuständige Marktgemeinde auf, tätig zu werden. "Wir werden die Verkehrsbehörden einschalten", versprach Bosch. Er verwies aber auch darauf, dass sich die Bäume in einem Naturschutzgebiet befänden, was eine Lösung des Problems nicht gerade vereinfache. Jürgen Karg schlug vor, den Radweg um ein paar Meter zu versetzen.


Brückenrenovierung nötig

Die Brücke über den Main zwischen Mainleus und Willmersreuth, die sich im Eigentum des Landkreises Kulmbach befindet, muss renoviert werden. "Bei einer Untersuchung hat sie schlechte Noten erhalten. Jetzt ist noch eine Sanierung möglich", informierte Bosch. Für die Maßnahme werde eine Vollsperrung nötig. "Wir werden über Zeitpunkt und Umleitungsstrecken rechtzeitig informieren." Vor Mitte Juli sei nicht mit Baubeginn zu rechnen.

Die Gemeindeverbindungsstraße von Mainleus nach Heinersreuth wird nach Auskunft des Bürgermeisters im Bereich des Freibades verlegt. "Sie verläuft zukünftig dort, wo sich jetzt die Parkplätze befinden. Der unmittelbare Bereich vor dem Schwimmbad wird verkehrsberuhigt." Derzeit befinde man sich im Stadium der Grundstücksverhandlungen und der Anhörung der Träger öffentlicher Belange.
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