Mainleus
Projekt

Wie soll das Altenheim heißen?

Das Diakonische Werk baut in Mainleus eine neue Pflegeeinrichtung für 60 Senioren. Für die Namensfindung gibt es einen Wettbewerb.
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Die Planung steht: Das Diakonische Werk baut ein Wohn- und Pflegeheim für 60 Senioren in Mainleus. Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch und Martin Geiger, zuständig für die Baubegleitung, stellten das Projekt vor. Foto: Dagmar Besand
Die Planung steht: Das Diakonische Werk baut ein Wohn- und Pflegeheim für 60 Senioren in Mainleus. Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch und Martin Geiger, zuständig für die Baubegleitung, stellten das Projekt vor. Foto: Dagmar Besand
Der Markt Mainleus ist die einzige große Gemeinde im Landkreis Kulmbach, die bis jetzt kein eigenes Seniorenheim hat. Das wird sich bald ändern. Das Diakonische Werk der Dekanate Kulmbach und Thurnau baut auf dem ehemaligen Volksfestplatz ein modernes Wohn- und Pflegeheim mit 60 Plätzen. Der Bedarf für das neue Haus sei auf jeden Fall gegeben. "Zehn bis 15 Prozent der Bewohner in den Kulmbacher Pflegeheimen kommen aus dem Bereich Mainleus. Das entspricht schon jetzt der geplanten Zahl an Pflegeplätzen", so Geschäftsführer Karl-Heinz Kuch.

Der Neubau wird rund 4,5 Millionen Euro kosten. 300 000 Euro und das 5000 Quadratmeter große Grundstück steuert die Gemeinde bei. Der Rest muss über Kredite finanziert werden. "Wir bauen nach modernsten Standards, gut und solide, aber auch kostengünstig. Die Baukosten müssen wir letztlich als Investitionskosten auf die Bewohner umlegen. Uns ist es ebenso wie der Gemeinde Mainleus wichtig, dass wir diesen Beitrag möglichst gering halten."


Am 3. Juni geht's los


Kurz nach den Pfingstferien wird der Bau beginnen: Der erste Spatenstich findet am 3. Juni um 11 Uhr statt. Kuch: "Dazu laden wir auch die Bevölkerung herzlich ein. Jeder, der Interesse an dem neuen Projekt hat, darf gucken kommen. Wir werden die Pläne dabeihaben und sie allen gerne erklären. Dazu gibt's Bratwürste und Getränke zum Selbstkostenpreis."

Beim Spatenstich soll auch der Name des neuen Hauses präsentiert werden. "Dabei setzen wir auf die Kreativität der Menschen im Landkreis Kulmbach und bitten sie, uns ihre Vorschläge zu schicken." Bis Montag, 23. Mai, besteht die Gelegenheit, Ideen einzureichen - per E-Mail an namenssuche@diakonie-kulmbach.de oder per Postkarte an die Diakonie Kulmbach, Klostergasse 8. Die Unterstützung bei der Namenssuche soll sich für die Teilnehmer des Wettbewerbs auch lohnen. Es werden Freikarten fürs Mainleuser Schwimmbad und Frühstücksgutscheine fürs Café im Familientreff Negeleinstraße verlost.

Bei der Planung des neuen Wohn- und Pflegeheims haben die Verantwortlichen auf kleine Wohneinheiten und kurze Wege geachtet. Karl-Heinz Kuch: "Wir bauen vier Wohneinheiten für jeweils 15 Bewohner, zwei im Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss. Die Zeiten der langen Flure mit Türen links und rechts sind vorbei."


Großer Garten, neuer Spielplatz


Auch ein schöner Garten wird angelegt. Der vorhandene kleine Spielplatz muss dem Neubau weichen, wird aber von der Gemeinde ersetzt. An seiner Stelle entsteht neben der Einrichtung ein schöner neuer Mehrgenerationenspielplatz, ähnlich der Anlage im Kulmbacher Grünzug neben dem Mainpark. Außerdem werden 28 Parkplätze gebaut - für die Mitarbeiter und für Besucher der Bewohner.


Umbau der Kulmbacher Heime


75 Prozent der Zimmer werden Einzelzimmer mit einer Größe zwischen 14 und 20 Quadratmetern sein, der Rest Doppelzimmer mit einer Größe von rund 26 Quadratmetern.

Im Herbst 2017 soll das neue Haus bezugsfertig sein. "Schon jetzt gibt es Interessenten, die einziehen möchten", so Kuch. Zunächst werden allerdings derzeitige Bewohner der beiden Diakonie-Pflegeheime Mainpark und Evangelisches Wohnstift in das neue Haus umziehen. In den beiden Kulmbacher Heimen sind aufgrund der Anforderungen des Pflegewohn- und qualitätsgesetzes Umbauten nötig, und kleinere Doppelzimmer werden zu Einzelzimmern. Dadurch werden in diesen Einrichtungen künftig weniger Pflegebedürftige leben. Auch ein Teil der Mitarbeiter wird mit nach Mainleus wechseln. Langfristig entstehen durch das zusätzliche Haus aber etliche neue Arbeitsplätze. "In Mainleus werden wir rund 50 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigen, die im Schichtsystem tätig sind."

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