Kulmbach
Spenden

Weihnachten bringt große Freude

Im Rehbergheim leben 16 geistig behinderte Kinder, die dort intensiv betreut und gefördert werden. Geld, um sich kleine Wünsche zu erfüllen, habe die jungen Bewohner allerdings nicht. Die BR möchte das mit ihrer Adventsaktion ändern.
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André, Lisa-Marie und Christian schmücken im Aufenthaltsraum ihrer Wohngruppe den Christbaum. Sie freuen sich schon auf die Bescherung. Foto: Dagmar Besand
André, Lisa-Marie und Christian schmücken im Aufenthaltsraum ihrer Wohngruppe den Christbaum. Sie freuen sich schon auf die Bescherung. Foto: Dagmar Besand
Lisa-Marie, Michelle, André und Christian zählen die Tage bis Weihnachten. Sie wissen, dass es dieses Jahr ein besonderes Fest wird. Die Spendenaktion der Bayerischen Rundschau und des Vereins "Franken helfen Franken" der Mediengruppe Oberfranken wird ihnen die Möglichkeit geben, sich einige besonderen Herzenswünsche zu erfüllen: Sie und die weiteren zwölf Bewohner des Heims dürfen sich etwas Schönes zum Anziehen oder zum Spielen kaufen. Dinge, die sie sich von ihrem Mini-Taschengeld niemals leisten könnten. Die 14-jährige Lisa-Marie wird ihren kuscheligen neuen Pullover in ihrer Lieblingsfarbe bekommen, den sie sich so sehr wünscht, die 16-jährige Michelle freut sich auf Ohrringe, Christian auf ein Spiel.

Die Kinder im Rehbergheim sind nicht ausdrücklich arm: Sie sind gut versorgt und betreut, aber der Sozialhilfeträger finanziert nur, was dafür notwendig ist. Extras sind da nicht drin.


Spenden und Gutscheine


Die Adventsspenden unserer Leserinnen und Leser ändern das: Auf dem Spendenkonto ist schon ein stattlicher Betrag eingegangen, das Einkaufszentrum Fritz spendiert jedem Kind zusätzlich einen Einkaufsgutschein in Höhe von 20 Euro, die Familie Lubiato von "Alla Rustica" lädt alle zu einem gemeinsamen Essen ins Restaurant ein. All das sind Dinge, auf die sich die Kinder schon sehr freuen, weil sie in ihrem Alltag etwas ganz Besonderes sind.


Das Selbstvertrauen stärken


Das Leben im Heim ist anders als in der Familie, für die Rehbergheim-Kinder aber die beste Alternative. Bei einigen sind die familiären Verhältnisse grundsätzlich schwierig, teilweise sind Eltern aufgrund der Behinderungen mit der Betreuung überfordert.

Was unterscheidet die Betreuung im Rehbergheim von den Abläufen in einem normalen Internat? "Bei unseren Kindern steht die passgenaue pädagogische Arbeit im Vordergrund", sagt Heimleiterin Friederike Ködel. Alle Kinder und Jugendlichen sind geistig, manche auch mehrfach behindert. Daraus ergibt sich ein besonderer Förderbedarf.

"Unsere Kinder haben gewisse Defizite, aber sie haben natürlich auch Stärken. Wir versuchen, die individuellen Fähigkeiten und ihr Selbstvertrauen zu stärken, ihnen ein Stück Sicherheit im Alltag zu geben." Dazu gehören auch therapeutische Hilfen: So ist es beispielsweise bei sprachlichen Defiziten wichtig, immer wieder zu üben.

"Die Vertrauens- und Bezugspersonen unserer Kinder haben eine spezielle Ausbildung, die sie befähigt, sie gut auf ihrem Weg zu begleiten, sie so selbstständig wie möglich zu machen, damit sie auch nach ihrer Zeit im Rehbergheim ihr Leben meistern.", sagt Friederike Ködel.

Manchen Kindern und Jugendlichen sieht man ihre geistige Behinderung nicht an: Wenn es um lebenspraktische Fragen geht, kommen sie gut zurecht, dafür ist dann oft die kognitive Leistung schlecht, das Lernen fällt schwer. Andere haben Inselbegabungen, können zum Beispiel prima rechnen, haben aber Probleme, den Tisch zu decken. "Deshalb ist die individuelle Förderung besonders wichtig", so die Heimleiterin.



Unsere Spendenaktion auf einen Blick



Zweck Mit dem bei unserer Adventsaktion gesammelten Geld möchten wir den geistig und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen des Rehbergheims zu Weihnachten eine besondere Freude machen.

Spendenkonto Verein "Franken helfen Franken", Sparkasse Bamberg; IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01, Verwendungszweck: Rehbergheim Kulmbach

"Franken helfen Franken" ist der Spendenverein der Mediengruppe Oberfranken, der die Bayerische Rundschau angehört. Seit der Gründung vor sechs Jahren wurden mehr als 231 000 Euro ausgereicht.


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