Kulmbach
Gastronomie

Was wird aus dem Kino-Restaurant "Nash"?

Das Kulmbacher Kino-Restaurant "Nash" steht seit Ende September leer. Ob ein neuer Pächter in den Startlöchern steht?
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Seit Ende September ist das Kino-Restaurant "Nash" geschlossen. Michael Thomas von der Thomas Filmtheater GmbH hat noch keinen neuen Pächter gefunden. Foto: Alexander Hartmann
Seit Ende September ist das Kino-Restaurant "Nash" geschlossen. Michael Thomas von der Thomas Filmtheater GmbH hat noch keinen neuen Pächter gefunden. Foto: Alexander Hartmann
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Es war der Kino-Treff, es war aber auch als Speiselokal beliebt. Die Rede ist vom "Nash" im Kulmbacher Kino-Center, das seit Ende September geschlossen ist. Caro und Mario Krause, die das amerikanische Restaurant über zehn Jahre betrieben hatten, haben 2016 die Reißleine gezogen und ihren Pachtvertrag gekündigt. Die beiden hatten kein Service-Personal mehr gefunden, die Mehrarbeit selbst leisten müssen und waren schließlich mit ihren Kräften am Ende. Das Kino-Restaurant steht seit ihrem Abschied leer. Ist ein neuer Pächter in Sicht? Wir haben Michael Thomas, den Geschäftsführer der Thomas Filmtheater GmbH, gefragt, zu der auch das Kulmbacher Cineplex samt "Nash" gehört.


Verhandlungen gescheitert

Er habe noch keinen Nachfolger gefunden, sagt Thomas. Interessenten habe es gegeben. Auf einen gemeinsamen Nenner sei man bei den Verhandlungen aber nicht gekommen, erklärt der Bayreuther Geschäftsmann
"Die Situation macht uns nicht glücklich", erklärt Thomas, der keinen Zweifel daran hat, dass sich mit dem Restaurant Geld verdienen lässt. Caro und Mario Krause hätten mit dem "Nash" ja auch gute Umsätze gemacht. "Sie haben nicht zugemacht, weil es unrentabel war." Thomas ist überzeugt, dass Kulmbach Potenzial für die Gastronomie hat. Auch Servicekräfte ließen sich finden, betont der Kino-Betreiber, der auf der Suche nach einem Geschäftsmann ist, "der Geld verdienen will".


Sieben-Tage-Woche?

Ob die Sieben-Tage-Woche, die für Caro und Mario Krause eine große Belastung war, bei der Pächtersuche ein Hindernis ist? Er poche nicht darauf, dass das Restaurant sieben Tage lang geöffnet ist, sagt Thomas. "Wenn der Betreiber Montag oder Dienstag einen Ruhetag machen will, dann kann er das. An mir scheitert das nicht", stellt der Bayreuther fest und führt an: "Er kann auch erst ab 17 Uhr öffnen, wenn es sich für ihn rechnet. Wenn ich an das ,Nash' denke, so hat sich da aber gezeigt, dass gerade auch das Mittagsgeschäft gut gelaufen ist."
Eine Daueröffnung ist Thomas zufolge kein Muss, aus Sicht des Kinobetreibers aber natürlich wünschenswert. "Ich bin mir auch sicher, dass die Sieben-Tage-Woche für Gastronomen machbar ist. Es ist halt eine Frage der Organisation."


Ertl: Pächtersuche ist schwer

Dass es nicht nur bei einem Kino-Restaurant, sondern heutzutage in Kulmbach generell kein Leichtes ist, einen fachlich kompetenten Pächter für ein Lokal zu finden, stellt Stephan Ertl, der Kulmbacher Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, fest.

Quereinsteiger, die es versuchen, würden oft verkennen, welche Anforderungen an die Geschäftsführung gestellt werden. "Viele stellen sich das zu einfach vor, denken nicht daran, dass auch in Sachen Rechnungswesen und Kalkulation Kompetenzen gefordert sind." Das Servicekräfte-Angebot bewertet er anders als Michael Thomas. Wie der Inhaber des Hotels Ertl deutlich macht, ist es in Kulmbach schwer, Personal zu finden . Das sei in Bayreuth wohl anders. "Dort gibt es ja auch viele Studenten."

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