Unterbrücklein

"Waldschrat": Scheena Texte und scheena Musik

Es ist längst Tradition: Die Kultband "Waldschrat"tritt nur einmal im Jahr auf, bei der Kirchweih in Brücklein. Am Wochenende war es wieder soweit. Die Band war super drauf und die Fans aus dem Häuschen.
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"Waldschrat" - die Gruppe ist speziell und nicht nachahmbar. Die Fans waren mal wieder aus dem Häuschen. Foto: Horst Wunner
"Waldschrat" - die Gruppe ist speziell und nicht nachahmbar. Die Fans waren mal wieder aus dem Häuschen. Foto: Horst Wunner
Es ist unglaublich, die Anziehungskraft ungebrochen. Die Fans der Kultband "Waldschrat", die nur einmal im Jahr und das zur Brückleiner Kirchweih auftritt, kommen in Scharen, das Festzelt ist brechend voll.

Die Ersten sind schon kurz nach 16 Uhr da, obwohl die Show erst um 20 Uhr beginnt, die Letzten gehen gegen zwei Uhr früh.


Die Stimmung kocht fast über


Harry Tröger, der Bandleader, Songwriter, Sänger und Schlagzeuger, schreit ins Publikum "Geht's euch gut?" - und ein hundertfaches Ja folgt. Die Stimmung kocht schon bald über, ein Rausch des Kollektivs.

Fast jeder kennt die Refrains auswendig, singt sie wortgetreu mit. Es sind die Texte aus dreißig Jahren "Waldschrat" - sie sind Musikgeschichte und haben nichts von ihrer Kraft verloren. "Na-ila", "Kamerun", "Vo Naala nach Steem", "Des Heisla in der hintern Höh'" und "Draußen in Wulfersreuth", Erinnerungen werden wach vom Abort mit Ammoniakgeschmack und der Saachrinna. Konversation auf oberfränkisch, mal voller Power und schrill, mal ein wenig melancholisch.

A-Cappella-Stückla, die sogar in die Tiefe gehen, mit Witz und Nonsens. Die Beschreibung des Lebens mit Bier, dem "Seier" und der nächtlichen Touren.

Sie sind alle Profis, zeigen ihr Können in den Soli: Harry, der Boss am Schlagzeug, Christof Lemberg (Gitarre), Michael Sommermann (Bass), Roland Schiefnetter (Akkustikgitarre) und neu Marius Leicht (Keyboard). Herrlich, diese rhythmische Perfektion, diese Spiellust und Spiellaune, der Draht zwischen den Musikern und dem euphorischen Publikum ist ganz eng gespannt.


Jubelrufe nach jedem Lied


Nach fast jedem Song Jubelrufe, Klatschorgien und das Hämmern auf die Biertische. Die 31-Jährige Edna aus Münchberg: "Da muss man einfach hin, su scheena Texte und su a scheena Musik." Der Harry sei ihr Star, der könne alles, ein Allroundtalent. Und dann schallt "Loretta" durchs Zelt und "Herrgott, Margot", später wird inbrünstig das Sauflied "Do hat doch aans neigspeit" und "Es war im Supermarkt ..." intoniert.

"Waldschrat" bleibt ein Erlebnis, sie sind an Jahren älter geworden, aber nicht in ihrer Explosivkraft und ihrer unbändigen Spielfreude. Wir freuen uns schon auf den Auftritt im nächsten Jahr: Am Samstag, 3. September. Die Feuerwehr Brücklein macht ihn möglich.

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