Mainleus

Wahlkampf: Anette Kramme besucht Mainleus

Der erste Politikerbesuch im Mainleuser Bürgermeister-Wahlkampf: SPD-Staatssekretärin Anette Kramme besuchte am Donnerstag das Mehrgenerationenhaus.
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Parlamentarische Staatssekretärin Anette Kramme (rechts) besuchte das Mehrgenerationenhaus in Mainleus. Mit im Bild (von links) Einrichtungsleiterin Ingrid Wagner, SPD-Bürgermeister-Kandidat Jürgen Karg und stellvertretende Landrätin Christina Flauder. Foto: Jürgen Gärtner
Parlamentarische Staatssekretärin Anette Kramme (rechts) besuchte das Mehrgenerationenhaus in Mainleus. Mit im Bild (von links) Einrichtungsleiterin Ingrid Wagner, SPD-Bürgermeister-Kandidat Jürgen Karg und stellvertretende Landrätin Christina Flauder. Foto: Jürgen Gärtner
Anette Kramme weiß um die Bedeutung, die Mehrgenerationenhäuser haben: "Sie sind ein Treffpunkt für viele Menschen, die nicht ohne Weiteres Zugang zu Kommunikation haben", erklärte die SPD-Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Am Donnerstag besuchte sie das Mainleuser Mehrgenerationenhaus.


Kommunikation bricht weg

Als eine Zielgruppe der Einrichtung nannte die Politikerin ältere Menschen, die nicht mehr so mobil seien. Viele Sozialkontakte ergäben sich über die Arbeit und brechen nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben weg - was für den einen oder anderen ein Problem darstelle.

In Mainleus sei es "gigantisch gelungen", mit dem Mehrgenerationenhaus einen Begegnungspunkt für ganz viele Menschen zu schaffen.
300 Personen würden jede Woche die Einrichtung besuchen, laut Kramme "eine unglaubliche Zahl". Deshalb versprach sie, sich für die Weiterfinanzierung einzusetzen, auch wenn der Bürokratieaufwand oft sehr hoch sei, um an die Mittel zu kommen. "Ich stehe zu den Mehrgenerationenhäusern und hoffe, dass sie Zukunft haben."

Worte, die Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures gerne hörte. Sie erinnerte daran, dass das Mehrgenerationenhaus in Mainleus seine Wurzeln im Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt habe und der Kreisverband das Angebot sehr zu schätzen wisse.

Der Bürgermeister-Kandidat der SPD in Mainleus, Jürgen Karg, verwies auf die finanzielle Unterstützung des Marktes für das Mehrgenerationenhaus mit jährlich 5000 Euro: "Das zeigt, wie wichtig die Einrichtung ist. Viele wissen gar nicht, was hier alles passiert. Ich kann nur jeden einladen, sich vom Angebot zu überzeugen. Nutzt das Mehrgenerationenhaus", so sein Appell.

Mit einer wichtigen Neuigkeit wartete Ingrid Wagner, die seit Januar 2010 Leiterin der Einrichtung ist, auf: Seit Kurzem ist das Mainleuser Mehrgenerationenhaus eines von fünf in Bayern, das zum Aufbau eines Betreuungsnetzwerks nach dem Modell der Gemeinde Steinbach am Wald für alle Generationen ausgewählt wurde.


306 Mitglieder bei der Awo

Einen Überblick über den Awo-Ortsverein gab Vorsitzende Adelheid Wich. Ihren Worten zufolge wurde die Vereinigung am 27. April 1947 gegründet und zählt 306 Mitglieder. Damit hat der Markt den größten Ortsverein im Landkreis nach der Stadt Kulmbach. Besonders der frühere Vorsitzende, der 2004 verstorbene Bürgermeister Werner Grampp, habe die Vereinigung vorangebracht. Krabbelgruppe, Awo-Kids, Faschingsgarden und Seniorengruppen würden sich regelmäßig im Mehrgenerationenhaus treffen, das seinen Titel 2008 erhielt.

Über die Finanzierung der Mehrgenerationenhäuser informiert Awo-Geschäftsführerin Elisabeth Weith. Während es früher 40 000 Euro Bundes-Fördermittel für Personal- und Sachkosten gegeben habe, sei diese Summe 2012 auf 30 000 Euro gekürzt worden. Die fehlenden 10 000 Euro würden der Landkreis und der Markt zuschießen.

Mainleus besitze inzwischen das einzige Mehrgenerationenhaus im Landkreis Kulmbach, 2013 sei es gelungen, eine zusätzliche Förderung über 30 000 Euro zu bekommen für die Schaffung eines barrierefreien Zugangs in das Gebäude und den Ausbau behindertengerechter Toiletten. Und nachdem das Mehrgenerationenhaus nun auch zum Betreuungsnetzwerk für alle Generationen ausgebaut werde, gebe es ab 2016 für zwei Jahre eine Zuwendung von 88 000 Euro.

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