Kulmbach

Wählergemeinschaft will Kulmbach weiter nach vorne bringen

Bürgermeister Stefan Schaffraneck sieht die Wählergemeinschaft Kulmbach (WGK) als Konstante in der Stadtpolitik. Die solide Mannschaft sorge mit viel Elan und Kraft dafür, Kulmbach weiter nach vorne zu bringen. Bei der Hauptversammlung zeichnete Vorsitzender Ralf Hartnack treue Mitglieder aus.
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Für ihre langjährige Treue zur WGK wurden mehrere Mitglieder geehrt. Von links: Jürgen Schmidt, Helga Kern, Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister Stefan Schaffraneck, Thomas Haas, Rainer Trapper, Schatzmeister Klaus-Werner Knorr, Vorsitzender Ralf Hartnack, Schriftführerin Elsbeth Oberhammer und Rainer Bergmann. Foto: Werner Reißaus
Für ihre langjährige Treue zur WGK wurden mehrere Mitglieder geehrt. Von links: Jürgen Schmidt, Helga Kern, Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister Stefan Schaffraneck, Thomas Haas, Rainer Trapper, Schatzmeister Klaus-Werner Knorr, Vorsitzender Ralf Hartnack, Schriftführerin Elsbeth Oberhammer und Rainer Bergmann. Foto: Werner Reißaus
Vorsitzender Ralf Hartnack verwies auf 25 Ortstermine: "Wir haben uns mit den Leuten und deren Problemen auseinandergesetzt und auch versucht, Lösungen zu finden. Es ist wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu kommen." Ein Thema vor Ort sei zum Beispiel die Schulwegsicherheit gewesen.

Auch habe die WGK erstmals mit einer Staffel am Volkstriathlon teilgenommen. Eng sei die Verbindung zum Kreisverband der Freien Wähler: "Es ist heute auch mal der richtige Anlass, für das gute und konstruktive Miteinander zu danken. Wir haben nach der Kommunalwahl im Kreistag eine Fraktionsgemeinschaft gebildet, und ich denke, es war die richtige Entscheidung."

Schatzmeister Klaus-Werner Knorr berichtete, dass für den Wahlkampf 2014 erhebliche Finanzmittel aufgebraucht wurden, dennoch verfüge die WGK noch über eine gute Kassenlage.
Für Elisabeth Hellmann wurde Helga Lormer als neue Revisorin nachgewählt.

Bürgermeister Stefan Schaffraneck ging auf die Vorzüge Kulmbachs ein: "Günstige Mieten, bezahlbares Wohneigentum, kurze Arbeitswege, hohes Sicherheitsgefühl, intaktes, vielfältiges Vereinsleben, weit überdurchschnittliche Kinderbetreuung, hohe Individualität, hervorragendes soziales Gefüge, beste Gesundheitsversorgung, intakte Schullandschaft mit engagierten Lehrern und ein hoher Freizeitwert."

Schaffranek nannte Kulmbach einen Vorzeigelandkreis, das ganze Umfeld sei in Ordnung ist, wenngleich der Verlust an Einwohnern problematisch sei. Zu Recht habe sich der Stadtrat auferlegt, keine Netto-Neuverschuldung vorzunehmen, das habe man bislang über einen Zeitraum von acht Jahren durchgehalten.

Für wichtig hielt Schaffranek, die Zentralität Kulmbachs weiter zu stärken. Nicht einfach sei die Schaffung von Arbeitsplätzen. Eine Chance sah er im maßvollen Ausbau der B 85 Richtung Bayreuth. Ferner bekomme Kulmbach die Chance, ein weiteres, wichtiges Gewerbegebiet auszuweisen und zu erschließen. "Wir werden alles tun, dass ein vernünftiger Ausbau mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen kommt, um auch den Kritiker entgegen zu kommen. "Ich halte es für eine zentrale Frage, dass Kulmbach besser an die Autobahn angebunden wird", so der Bürgermeister.

Weitere Themen waren die Sanierung des Spinnerei-Areals, die alte Schule in Gößmannsreuth und die Sperrzeitverlängerungen bei den Spielhallen. Den Umbau des Zentralparkplatzes kündigte er "unmittelbar nach dem Bierfest 2016" an. Hier sei die WGK auch dankbar, dass OB Henry Schramm auf den Vorschlag eingegangen sei, einen Architektenwettbewerbs durchzuführen. Mit einem geschätzten Sanierungsvolumen von rund 5 Millionen Euro werde es aber schwierig, die Netto-Neuverschuldung weiterhin zu vermeiden.

Vorsitzender Ralf Hartnack ging noch kurz auf die Brisanz mit dem Schlachthof ein und machte deutlich, dass die WGK hinter den getroffenen Entscheidungen stehe. Er bezeichnete den Schlachthof als einen zentralen Teil des Lebensmittelstandorts Kulmbach.

Landrat Klaus Peter Söllner stellte das gute Miteinander zwischen der WGK und den Freien Wählern im Landkreis heraus. Anspruch und Ziel müsse es sein, Kulmbach gemeinsam vorwärts zu bringen. Söllner erinnerte an die Landratswahl 1996: "Damals waren wir als Freie Wähler ein spärliches Häufchen im Kreistag, jetzt sind wir 18 Repräsentanten. Das ist eine gewaltige Entwicklung. Wir sind sehr bescheiden in der Außendarstellung, aber wir haben über die Jahre viel, viel erreicht."

Die Freien Wähler stünden für eine offene Politik, für eine Politik des Nachdenkens und für das gemeinsame Ringen um Lösungen, sagte Söllner weiter. "Denkverbote gibt es bei uns nicht, aber es gibt große Aufgaben, die auf uns zukommen. Wir dürfen uns nicht selbstzufrieden zurücklehnen, das wäre das erste Indiz für Rückschritt."

Geehrt wurden für 15 Jahre Helga Kern, für 20 Jahre Rainer Bergmann, Thomas Haas und Jürgen Schmidt sowie für 25 Jahre Rainer Trapper.
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