Kulmbach
Ausbildung

Vom Problem, einen Lehrling zu bekommen

Uwe Krautz setzt in der Ausbildung auf Disziplin, Verlässlichkeit und Pünktlichkeit. "Wichtig ist aber auch, die Bereitschaft des jungen Menschen, vom Meister etwas anzunehmen", sagt der Geschäftsführer der Kulmbacher Metzgerei Lauterbach. Jetzt erhielt Krautz den Titel "Verdienter Ausbilder".
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Zum verdienten Ausbilder wurde der Geschäftsführer der Metzgerei, Uwe Krautz, ernannt. Im Bild (von links) OB Henry Schramm, Azubi Marcel Kunert, Ursula Lauterbach, Uwe Krautz sowie Reinhard Bauer und Günther Stenglein von der Kreishandwerkerschaft.
Zum verdienten Ausbilder wurde der Geschäftsführer der Metzgerei, Uwe Krautz, ernannt. Im Bild (von links) OB Henry Schramm, Azubi Marcel Kunert, Ursula Lauterbach, Uwe Krautz sowie Reinhard Bauer und Günther Stenglein von der Kreishandwerkerschaft.
Auf Vorschlag der Kreishandwerkerschaft Kulmbach und der Handwerkskammer für Oberfranken ist Uwe Krautz vom bayerischen Wirtschaftsministerium mit dem Titel "Verdienter Ausbilder" geehrt worden. Geschäftsstellenleiter Reinhard Bauer von der Kreishandwerkerschaft Kulmbach meinte bei der feierlichen Übergabe, Uwe Krautz habe sich als Geschäftsführer und Betriebsleiter der Kulmbacher Metzgerei Lauterbach annähernd 20 Jahre lang in außerordentlicher Weise für die Ausbildung eingesetzt.

"Über 100 junge Menschen haben seit der Betriebsgründung eine hervorragende und erfolgreiche Ausbildung durchlaufen. Wenn wir hier von einer Auszeichnung für Uwe Krautz sprechen, dann ist es auch eine Auszeichnung für die Metzgerei Lauterbach", sagte Bauer. Krautz ist zugleich langjähriger Obermeister der Fleischer-Innung Kulmbach, gehört dem Gesellenprüfungsausschuss für Fleischer und dem Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten an und ist auch als Rechnungsprüfer der Kreishandwerkerschaft Kulmbach zuständig.

Wenn jemand seit 20 Jahren junge Menschen erfolgreich ausbildet, dann muss er auch über ein gewisses Fingerspitzengefühl verfügen. Uwe Krautz dazu: "Ja schon. Früher konnte man auch noch eine Auswahl treffen, ob jemand für den Job geeignet ist. Heute ist das weitaus schwieriger. Ja, es ist sogar sehr schwer, überhaupt Lehrlinge zu bekommen. Wir handhaben es bei uns im Betrieb so, dass wir zunächst den jungen Mann oder die junge Frau für eine Woche zur Probe einladen, um zu schauen, ob er oder sie die Arbeit machen kann. Es hat keinen Sinn, einen Lehrvertrag abzuschließen, und dann stellt sich heraus, dass einer oder eine mit dem Beruf nicht zurecht kommt. Das ist ja für beide Seiten gut."

Uwe Krautz hat ursprünglich einen ganz anderen Beruf erlernt, denn er war als Diplomingenieur in der Papierindustrie tätig. Im Alter von 29 Jahren entschloss sich der gebürtige Cottbuser dann für das Fleischerhandwerk: "Das ist mir nicht leicht gefallen, aber meine Frau stammte ja aus dem Geschäft. Auch sie übte einen anderen Beruf aus, sie arbeitet e an der Dolmetscherschule als Übersetzerin für die englische und französische Sprache."
Krautz hat in all den Jahren auch gute Erfahrungen gemacht: "Wir hatten zum Beispiel einen jungen Fleischer, den wir gleich nach der Lehre auf die Meisterschule geschickt haben. Das ist heute unser Spitzenmann."



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