Stadtsteinach
Dorfgemeinschaft

Vogtendorfer bauen auf Granit

Am Samstag und Sonntag findet in dem Stadtsteinacher Ortsteil zum 15. Mal das traditionelle Dorffest mit großem Programm statt. Dabei wird auch die neue Sitzgruppe am Löschweiher feierlich eingeweiht.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Wochenende weiht die Dorfgemeinschaft Vogtendorf die neue Sitzgarnitur am Löschweiher ein. Die Dorfgemeinschaft mit Otto Kreil, Bernhard Geyer und Harald Krass in vorderster Front hat die Garnitur selbst aufgestellt. Foto: Sonja Adam
Am Wochenende weiht die Dorfgemeinschaft Vogtendorf die neue Sitzgarnitur am Löschweiher ein. Die Dorfgemeinschaft mit Otto Kreil, Bernhard Geyer und Harald Krass in vorderster Front hat die Garnitur selbst aufgestellt. Foto: Sonja Adam
+3 Bilder
In den vergangenen Tagen haben die Vogtendorfer - allen voran Otto Kreil, Harald Krass und Bernhard Geyer - ziemlich geschuftet. Denn rechtzeitig zum Dorffest sollte beim Löschweiher eine neue Sitzgruppe errichtet werden. "Wir haben lange überlegt, ob wir eine Sitzgruppe aus Holz bauen oder lieber aus Stein. Sogar Kunststoff war im Gespräch", erzählt Otto Kreil. Doch letztlich haben sich die Vogtendorfer für eine urige Sitzgarnitur aus handfestem Granit entschieden.

Hohe Eigenleistung

"Die CSU-Fraktion hat den Stein ins Rollen gebracht", gab Kreil zu. Denn die CSU Stadtsteinach hat sich im Stadtrat Stadtsteinach für eine Beteiligung der Kommune an der Sitzgarnitur stark gemacht. "Wir haben uns sofort mit Guttenberg kurzgeschlossen und die haben sich auch beteiligt", erklärte der Stadtsteinacher Bürgermeister Roland Wolfrum.
Insgesamt steuern Stadtsteinach und Guttenberg 750 Euro zur Sitzgarnitur bei. Der Rest der 1300 Euro Garnitur wird von der Vogtendorfer Dorfgemeinschaft selbst gestemmt. "Für uns war es sofort klar, dass wir die Aktivität der Dorfgemeinschaft belohnen", sagte Bürgermeister Eugen Hain aus Guttenberg.
Klaus Witzgall von der CSU-Fraktion Stadtsteinach betonte, dass die Dorfgemeinschaft Vogtendorf sich überall im Ort einbringe. "Ich habe mal ausgerechnet, was die Dorfgemeinschaft so an Eigenleistung erbringt - das sind mehr als 1600 Euro im Jahr", so Witzgall.
Bei einer kleinen Vorab-Einweihungsfeier hatten die Vogtendorfer natürlich auch eine Brotzeit für die "Promis" und für alle Helfer vorbereitet. Ein Manko hat die Sitzgarnitur allerdings noch. Eine Bank ist nicht mit einer Granitplatte belegt, sondern mit einem Holzbohlen. Denn die Platte ist beim Montieren gebrochen. "Die wird in den nächsten Wochen ersetzt", sagt Otto Kreil.

Das Festprogramm

Beim 15. Dorffest am Wochenende soll jedenfalls die offizielle Einweihung stattfinden. Am Samstagabend beginnt das Dorffest ab 19 Uhr mit Live-Musik, Brucktanz und Barbetrieb. Und am Sonntag ist dann ab 10 Uhr Frühschoppen angesagt. Ab 13 Uhr ist das Spielmobil des Kreisjugendrings zu Gast und sorgt auch für die kleinen Besucher für Spaß. Und ab 14 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Außerdem kredenzen die Vogtendorfer eine Bauernbrotzeit.
"Wir haben 1991 ganz klein mit dem Dorffest angefangen", erzählt Franz-Josef Hempfling und erinnert sich noch daran, dass das Fest anfangs nur einen Tag dauerte. Doch die Resonanz war riesig. Die Vogtendorfer wollten alle gemeinsam die alte Kerwatradition, die es früher im Wirtshaus Krass gegeben hat, wiederaufleben lassen. "Das Besondere an unserem Dorffest ist, dass die ganze Dorfgemeinschaft dahintersteht", sagt Hempfling. Und seitdem hat sich im Turnus von zwei Jahren ein lebendiges Fest entwickelt, das auch viele Feierlustige aus der Umgebung anzieht.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren