Kulmbach

Viele wollen Familientreff retten

Die Kulmbacher lassen die Gummi-Stiftung nicht im Stich. Bürger und Politik wollen helfen. Es gibt spontane Zusagen zu spenden, Benefizkonzerte zu organisieren und sich um Sonderförderungen zu bemühen. Grund zur Hoffnung, dass der Familientreff doch nicht zum Jahresende dicht machen muss.
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Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (rechts) zeigte sich 2008 bei der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses begeistert von der Vielfalt und Qualität der Angebote, die Pia Schmidt ihr vorstellte. Foto: Archiv/
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (rechts) zeigte sich 2008 bei der Eröffnung des Mehrgenerationenhauses begeistert von der Vielfalt und Qualität der Angebote, die Pia Schmidt ihr vorstellte. Foto: Archiv/
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Die Initiative der Bayerischen Rundschau hat voll eingeschlagen und viele Kulmbacher mobilisiert: Auf der Facebook-Seite der Bayerischen Rundschau erkundigten sich die User, wie sie zweckgebunden spenden können, und auf infranken.de schrieb eine Kulmbacherin, die selbst mit ihren drei Kindern früher regelmäßig den offenen Treff besucht hat: "Ohne den Kulmbacher Familientreff würde enorm viel fehlen! So viele interessante Veranstaltungen, so viele unvergessliche Vor- und Nachmittage, so viele unersetzliche aufmunternde Worte, so zahlreiche Spielfreunde, so zahlreich entdeckte Second-Hand-Sachen, so viele Kinder, Mütter, Väter, Omas und Opas, so viele helfende Hände in all den Jahren, so viele lachende Augen, auch manchmal weinende... Das darf einfach nicht alles passé sein!"


Stadtkapelle gibt Benefizkonzert


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diese Auffassung, überwiesen sofort eine kleine oder größere Spende und ließen sich spontan für weiterführende Unterstützungsprojekte begeistern. Vorstand und Dirigent der Stadtkapelle Kulmbach waren auf Anfrage der Bayerischen Rundschau sofort bereit, ein Benefizkonzert für den guten Zweck zu geben, weitere Kulturschaffende überlegen sich Aktionen.

Auch die ersten Signale aus der Politik sind positiv. Der Familientreff kam finanziell ins Schlingern, weil die Förderung des Bundes für das Mehrgenerationenhaus ausgelaufen ist und eine Anschlussförderung bislang nicht möglich schien.

Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner zeigt sich im Gespräch mit der Bayerischen Rundschau überrascht, dass die Verantwortlichen sich nicht mit ihr in Verbindung gesetzt haben. "Es ist mir ein großes Anliegen, dass so ein einzigartiges und wertvolles Angebot erhalten bleibt", sagt sie und verspricht: "Ich werde sehen, welche Möglichkeiten wir auf allen politischen Ebenen haben, um das zu unterstützen." Sie sei "sehr zuversichtlich, dass wir einen Weg finden, um die Finanzierung zu sichern".

Karl-Heinz Kuch, Geschäftsführer der Gummi-Stiftung, ist überglücklich: "Es sieht tatsächlich so aus, als könnten wir weitermachen. Das ist großartig!"

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