Marienweiher
Konzert

Viele Stunden Probe für einen Abend Basilika Marienweiher

Der Musikverein Marktleugast will am zweiten Weihnachtstag wieder seine Besucher verzaubern. Dafür hat man eifrig geübt und sich mit Gastmusikern verstärkt.
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Basilika Marienweiher Foto: Archiv/Claudia Meisel
Basilika Marienweiher Foto: Archiv/Claudia Meisel
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Das Weihnachtskonzert des Musikvereins, das nun schon seit 21 Jahren am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Basilika Marienweiher stattfindet, verspricht wieder ein besonderer musikalischer "Leckerbissen" zu werden. Die rund 50 Musiker unter Leitung von Peter Weiß und dessen Stellvertreter Benjamin Schuberth jedenfalls geben alles dafür und proben bereits seit Mitte Oktober Woche für Woche eifrig, um das Konzert wieder zu dem Musikgenuss höchster Qualität zu machen, für den die Marktleugaster seit Jahren bekannt sind.

Benjamin Schuberth berichtet: "In der Regel proben wir immer am Freitag von 19.30 Uhr bis 22 Uhr. Wir sind in der Endphase. Die Generalprobe findet heute in der Basilika statt." Zum Stand der Vorbereitungen sagt er: "Wir sind ganz gut drauf, aber ein paar Ecken gibt es noch, an denen wir feilen müssen, um das Letzte aus dem Orchester rauszuholen."


Aus Weimar nach Marienweiher

Der Musikverein hat sich auch diesmal mit Gastmusikern verstärkt. Die 19-jährige Hornistin Karina Wahl kommt aus Weimar. Sie absolviert an der Hochschule für Musik ein Frühstudium für Waldhorn und spielt auch in verschiedenen Symphonieorchestern.

Der Kontakt kam über die Leiterin des Nachwuchsorchesters, Theresa Motschmann, zustande: "Sie ist meine Freundin und mit ihr war ich schon auf der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg.", sagt Karina Wahl.

Die gebürtige Allgäuerin spielt auch ab und zu im Blasorchester vom Ost-Allgäu mit, soweit es ihr Studium in Weimar zulässt. Die Musik nimmt einen großen Platz in ihrem Leben ein. Begonnen hat Karina Wahl mit der Querflöte, ehe sie auf das Waldhorn umstieg.

Doch sie ist nicht die einzige Gastmusikerin: Ein Klarinettist kommt aus Bayreuth, und ein weiterer Musiker spielte bereits mit Benjamin Schuberth unter anderem bei den "Original Fichtelgebirgs Musikanten", einer Art Oktoberfest-Truppe, zusammen. Der stellvertretende Dirigent erklärt, warum die Marktleugaster so gerne mit Gastmusikern proben und auftreten: "Sie bringen immer neuen und frischen Wind sowie auch einmal einen neuen Input in unser Orchester. Man ist einfach konzentrierter, wenn der nebendran fremd ist."

Besonders dankbar sind Peter Weiß und Benjamin Schuberth weiterhin, dass mit Anton Gick ein verdienter Musiker an der Pauke aushilft. Gick, der auch Mitglied im Ausschuss des Musikvereins ist, war bereits bei der Steuben-Parade dabei, als die Marktleugaster auf der Fifth Avenue in New York City aufspielten. Die Parade ist eines der größten Ereignisse im deutsch-amerikanischen Festkalender.

Benjamin Schuberth: "Er ist damals als Gast mit nach Amerika geflogen, und als ein Schlagzeuger ausfiel, ist er spontan an der kleinen Trommel eingesprungen. Deswegen kam auch jetzt die Idee, ihn für das Weihnachtskonzert zu fragen."

Der erfahrene Musiker, der auch in seinem Heimatort Marktzeuln in der Blaskapelle ab und zu am Schlagzeug aktiv ist, überlegte nicht lange. "Ich spiele ja schon seit meinem 16. Lebensjahr Schlagzeug." Und natürlich spielte auch sein Sohn Sebastian eine wichtige Rolle, der erster Trompeter der Marktleugaster ist und den Vater bat, einzuspringen.

Der 63-jährige Anton Gick freut sich auf die Aufgabe, auch wenn es eine Herausforderung ist: "Ich habe vor fünf Jahren das letzte Mal die Pauke gespielt und muss mich da auch erst wieder eingewöhnen. Man muss als Schlagzeuger genauso trainieren wie die anderen Musiker."


Weihnachtslieder und Solostücke

Die Besucher des Konzerts dürfen sich am Zweiten Weihnachtsfeiertag wieder auf ein sehr buntes Programm freuen. Es reicht von einer klassischen Ouvertüre über Weihnachtslieder und zwei sehr anspruchsvolle Solostücken für Trompete und Klarinette bis hin zu modernen Stücken.

Der Auftritt ist bereits das 21. Weihnachtskonzert. Vorsitzender Georg Purucker blickt zurück: "Bis 2005 war es immer nur mit einem Ensemble, und ab 2006 haben wir dann das erste Mal das Konzert mit dem großen Orchester gemacht. Und als unsere beiden Dirigenten Peter Weiß und Benjamin Schuberth zu uns kamen, wurde das Konzert hinsichtlich seiner Qualität natürlich noch aufgewertet. Ich denke, es wird in diesem Jahr eines der besten Konzerte, und es ist von der Qualität und dem Niveau her sehr anspruchsvoll."

Einen Kartenvorverkauf gibt es nicht, der offizielle Einlass ist um 16 Uhr.
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