Kupferberg

Verletzter setzte Notruf selbst ab

Ein 33-jähriger Arbeiter aus dem Landkreis ist am Dienstag bei Bohrarbeiten im Kupferberger Steinbruch rund 25 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen.
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Details, wie sich der tragische Unfall im Steinbruch Kupferberg am Dienstag gegen 17 Uhr zugetragen haben könnte, sind bislang noch nicht bekannt, sagt Michael Weidemann. Die Nerven beim technischen Leiter des Steinbruchs liegen blank. Nähere Auskünfte könne er frühestens Anfang nächster Woche erteilen, betont er.
Denn wegen der Schwere des Unfalls sind inzwischen umfassende Ermittlungen angelaufen. Aktuell sind Vertreter des Bergamtes Nordbayern, Vertreter der Berufsgenossenschaft und die Polizei in Stadtsteinach an Ort und Stelle und versuchen herauszufinden, wie sich der Unfall ereignet haben könnte. "Aber der Verletzte liegt noch auf der Intensivstation, konnte noch nicht befragt werden", gibt der Leiter der Polizei in Stadtsteinach, Alexander Horn, Auskunft.

Offenbar hat sich der Absturz am Dienstag kurz nach 17 Uhr ereignet. "Ja, bei uns ging um 17.20 Uhr der Notruf ein", bestätigt der Einsatzleiter der Bergwacht, Thomas Gremer, die Sachlage.

Der 33 Jahre alte Arbeiter war wohl an einem Bohrloch beschäftigt, hat dann offensichtlich das Gleichgewicht verloren und ist daraufhin in die Tiefe gestürzt. Auf der untersten Stufe des Steinbruchs kam er zum Liegen. Der Mann wurde schwer verletzt, aber er war noch bei Bewusstsein und konnte auch noch selbst den Notruf absetzen.

Freier Weg für die Helfer

Die Bergwacht wurde routinemäßig dazugerufen, rückte mit fünf Helfern an. "Der Verletzte lag auf dieser untersten Stufe, Notarzt und Krankenwagen konnten bis zu der verletzten Person heranfahren, sagt der Einsatzleiter der Bergwacht. Der 33-Jährige hatte einen Oberschenkelbruch und mehrere Brüche an Schulter, Ellenbogen und Becken erlitten. "Er war schon ansprechbar, aber er musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden", sagt Gremer.

Der Hubschrauber brachte den 33-Jährigen ins Klinikum - dort wird er noch immer intensivmedizinisch behandelt.

"Der Unfall wird routinemäßig untersucht. Deshalb sind wir mit zwei Personen vom Bergamt vor Ort. Wir schauen uns die Gegebenheiten vor Ort an", betont Norbert Weiß, der stellvertretende Leiter des Bergamtes Nordbayern. "Wir haben einfach unsere Vorschriften, das ist üblich", so Weiß. Er bestätigt auch, dass die Berufsgenossenschaft involviert ist.

Untersuchungen dauern Wochen

Auch die Polizei Stadtsteinach ist am Unglücksort. "Wir halten natürlich die Öffentlichkeit auf dem Laufenden", so Alexander Horn, Leiter der Polizeiinspektion Stadtsteinach. Eine Befragung des Verletzten steht noch aus. Wie das Bergamt auf Nachfrage mitteilt, können die Untersuchungen einige Wochen in Anspruch nehmen.

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