Himmelkron
Gemeinderat

Verkehr wird gleichmäßig verteilt

Im Bauausschuss von Himmelkron ging es um die Erschließung des geplanten Neubaugebietes zwischen Himmelkron und Lanzendorf.
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Über die Erschließung des Neubaugebiets zwischen Himmelkron und Lanzendorf wurde in der Bauausschuss-Sitzung gesprochen. Foto: Werner Reißaus
Über die Erschließung des Neubaugebiets zwischen Himmelkron und Lanzendorf wurde in der Bauausschuss-Sitzung gesprochen. Foto: Werner Reißaus
Das geplante Neubaugebiet "Trasse alte BAB 9/Königsberger Straße", das in absehbarer Zeit die beiden Kernorte Himmelkron und Lanzendorf verbinden soll, wirft derzeit noch das eine oder andere Problem auf. Die Mitglieder des Bauausschusses gaben sich nach ihrer Ortsbesichtigung am Dienstagabend aber überzeugt, dass diese Probleme letztlich für alle Beteiligten zufriedenstellend zu lösen sind. Vor allem hinsichtlich des Verkehrsaufkommens wird eine gleichmäßige Verteilung auf die weiter führenden Siedlungsstraßen angestrebt. Der Sitzung im Rathaus wohnten auch die Anlieger Alexander Renkhoff, Ralf Mösch und Helmut Hanke bei, die mit der Bebauung künftig einen größeren Durchgangsverkehr in der Linden- und Königsberger Straße befürchten. Der Bebauungsplan geht jetzt erst in die Anhörung der Träger öffentlicher Belange.

Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) gab zu verstehen, dass bislang die Fahrbahnbreite der neuen Erschließungsstraße und ebenso die Notwendigkeit eines Gehweges und die Anbindung an die Lindenstraße unklar waren. Bürgermeister Schneider: "Ich denke, die Mehrheit der Mitglieder vom Bauausschuss waren vor Ort der Meinung, dass die neue Erschließungsstraße eine Breite von 5,50 Meter erhält und auch einen Gehweg von einer Breite von 1,50 Meter. Die Anbindung an die Lindenstraße wird dagegen als weitaus schwieriger angesehen."
Denkbar ist eine Einbahnregelung, so dass es in diesem Bereich zu keinem Gegenverkehr kommen wird, und neben der Lindenstraße könnte auch eine zusätzliche Anbindung über die Königsbergerstraße erfolgen. Bürgermeister Gerhard Schneider: "Wir versuchen, allen Beteiligten gerecht zu werden."

Der Bauausschuss legte die Ausbaubreite der Erschließungsstraße auf 5,50 Meter mit einem angehängten Gehweg von 1,50 Meter fest. Über die endgültige Anbindung des Neubaugebietes an das Straßennetz von Lanzendorf legte sich das Gremium allerdings nicht fest. Gemeinderat Alfons Lauterbach (FW) stimmte als Einziger gegen den Beschlussvorschlag. Bürgermeister Gerhard Schneider gab noch bekannt, dass die bestehende 20-kV-Freileitung, die durch das Baugebiet führt, abgebaut und erdverkabelt wird.


Bauanträgen zugestimmt

Folgenden Bauanträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt: Firma Kemnitzer GbR, Nördlingen, Neubau einer Produktions-und Lagerhalle auf dem Grundstück Am Bahnhof 3 im Ortsteil Lanzendorf, und Marion und Markus Schiller, Bayreuth, Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport/Garage und einer Dachterasse auf dem Grundstücke Gartenstraße 3, Lanzendorf/Himmelkron. Bei dem Bauvorhaben waren auch mehrere Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Dürnhofäcker" erforderlich. Einmal hinsichtlich des Kniestockes mit 1,30 m anstelle von 75 cm, eine Dachgaube als Zwerggiebel und eine Abgrabung beziehungsweise Aufschüttung mit maximal 1,60 Meter.

Die Straße zur Schulsportanlage Himmelkron wird im Rahmen der Zweitflurbereinigung auf eine Breite von 3,50 Meter ausgebaut. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die vorhandene Einzäunung mit einem Doppel-Stab-Zaun ersetzt. Ein Teil der vorhandenen Tribüne wird für die Ausbaubreite von 3,50 Meter geopfert. In welcher Form ein Rückbau der gesamten Tribüne erfolgen kann, darüber soll sich das Bauamt der Gemeinde Gedanken machen und einen Gestaltungsvorschlag mit einer Kostenschätzung vorlegen. Voll des Lobes waren die Mitglieder des Bauausschusses zum Bau von 8 bis 10 öffentlichen Parkplätzen am Friedhof in Lanzendorf. Bürgermeister Gerhard Schneider: "Der Rückbau ist dort gelungen und unser Bauhof hat hervorragende Arbeit geleistet." Die Oberfläche wird mit einem Betonverbundpflaster belegt und die Hangbegrünung soll über ein Spritzverfahren erfolgen. Hier soll das Bauamt noch entsprechende Kostenangebote einholen.

Die beabsichtigten Straßensanierungen wurden mit einem Kostenvolumen von 190 978 Euro an die Firma Markgraf GmbH KG, Kulmain, vergeben. Gemeinderat Manuel Gumtow (FW) brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Ausschreibung endlich auf den Weg gebracht wurde, obwohl er bereits im Oktober letzten Jahres daran erinnerte. Gumtow bat zugleich darum, die Bahnhofstraße im Zuge dieser Straßensanierungen, die bis zum 31. Mai nächsten Jahres zum Abschluss zu bringen sind, mit auszubessern. Er selbst stimmte aber gegen die Vergabe. Die Begründung dafür lieferte Manuel Gumtow allerdings nur in nichtöffentlicher Sitzung.
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