Es war ein Insolvenzverfahren, das bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hat. Nach der Insolvenz der Mainleuser Firma Maintaldruck im Sommer 2008 waren die 40 Mitarbeiter 2009 auf die Barrikaden gegangen, weil der Insolvenzverwalter von ihnen die Rückzahlung von drei Monatsgehältern gefordert hatte. Der zivilrechtliche Streit wurde erst vor gut drei Monaten durch ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts abschließend geklärt - "die früheren Beschäftigten dürfen das verdiente Entgelt behalten", sagt Rechtsanwalt Mirco Schena, der die Belegschaft im Zivilverfahren betreut hat.
Während die vom Insolvenzverwalter geforderte Rückzahlung vom Tisch ist, geht das Verfahren "Maintaldruck" jetzt strafrechtlich weiter. Das Unternehmerehepaar muss sich seit dieser Woche wegen vorsätzlicher verspäteter Insolvenzanmeldung und etlicher Betrugsfälle vor dem Schöffengericht Hof verantworten - es geht nicht nur um die Vorgänge in Mainleus, sondern auch um die in einer Nachfolgefirma in Bindlach.