Melkendorf

Umgehung Melkendorf: So fahren Sie richtig

Wir erklären, wie man künftig nach Unterzettlitz kommt, wie der Kreisel funktioniert, und was sich für die Radfahrer verändert.
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Rote Linie: Durch das Straßenbauprojekt mit elf Millionen Euro Gesamtkosten wird der Verkehr auf der 2,8 Kilometer langen Neubaustrecke künftig um Melkendorf herumgeleitet. Grafik: Micho Haller
Rote Linie: Durch das Straßenbauprojekt mit elf Millionen Euro Gesamtkosten wird der Verkehr auf der 2,8 Kilometer langen Neubaustrecke künftig um Melkendorf herumgeleitet. Grafik: Micho Haller
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Der Bauzeitplan für die Melkendorfer Umgehungsstraße, die Ende des Jahres freigegeben werden sollte, ist durcheinandergeraten. Jetzt aber, so Siegfried Beck vom Staatlichen Bauamt Bayreuth, ist der Fertigstellungstermin Ende 2018 gesichert. Durch das Straßenbauprojekt mit elf Millionen Euro Gesamtkosten wird der Verkehr auf der 2,8 Kilometer langen Neubaustrecke um Melkendorf herumgeleitet.

Wir haben mit dem Staatlichen Bauamt Bayreuth und der Stadt Kulmbach gesprochen und erklären, wie man künftig richtig fährt, wie Autofahrer nach Unterzettlitz kommen, wie der Kreisverkehr funktioniert, und was sich für die Radfahrer verändert.

1. Warum verzögert sich der Bau der Melkendorfer Umgehungsstraße?
Der ursprüngliche Bauzeitplan - Fertigstellung Ende 2017 - ließ sich laut Bauoberrat Siegfried Beck aus zwei Gründen nicht halten: Erstens gab es eine Verzögerung im Katschenreuther Bereich, wo der sehr schwierige Untergrund stabilisiert werden musste, um den Damm bauen zu können. Zweitens musste zunächst die Doppelgasleitung, die die Stadt Kulmbach versorgt, verlegt werden, bevor man in den Umgehungsbau so richtig einsteigen konnte. Die Verlegung der Hauptleitung konnte nur in der verbrauchsschwachen Zeit von Mai bis September erfolgen. Das ist 2016 geschehen. Deshalb die Verzögerung.

2. Wie fahren Pendler aus dem westlichen Landkreis künftig nach Kulmbach?
Wer aus Thurnau, Kasendorf oder Katschenreuth kommt und zu seinem Arbeitsplatz im Industriegebiet am Goldenen Feld oder in der E.-C.-Baumann-Straße fährt, hat es ganz einfach: immer geradeaus auf der neuen Staatsstraße 2190, die ohne Hindernis um Melkendorf herumführt.

3.Welche Funktion hat der Kreisverkehr zwischen Umspannwerk  und Melkendorf?
Über den Kreisel  ist die Zufahrt von Osten nach Melkendorf möglich. Autofahrer aus Burghaig oder den Industriegebieten müssen beim Friedhof  links abbiegen , um den Kreisverkehr zu erreichen. Dort kommt auch der Verkehr aus Kulmbach (Melkendorfer Straße) an. In kurzem Abstand erreicht man die Brücke  über die Umgehung und gelangt in den Ort Melkendorf.

4. Hätte man nicht auf die Brücke verzichten und stattdessen dort den Kreisel bauen können?
Nein, sagt Bauoberrat Beck. Die Begründung: Auf der Straße herrscht mit 9000 Autos täglich ein starkes Verkehrsaufkommen, der Großteil Durchgangsverkehr. Müssten alle Fahrzeuge durch den Kreisel fahren, wären Stauungen unvermeidlich. Und durch den starken Verkehrsstrom zu den Stoßzeiten könnte aus anderen Richtungen keiner mehr in den Kreisverkehr einfahren. Die Planung sei sicherer und verkehrsgerechter. Beck: "Der Hauptverkehrsstrom kann ungehindert abfließen."

5.Bleibt die bisherige Zufahrt nach Melkendorf über die Theodor-Heuß-Allee erhalten?
Nein, die Zufahrt wird gekappt. Die neue Staatsstraße 2190 wendet sich beim Bienenhofweg nach Osten und führt um den Melkendorfer Friedhof  herum. Die Theodor-Heuß-Allee  wird Sackstraße.

6.Wie kommen die Melkendorfer Autofahrer künftig nach Unterzettlitz?
Die Zettlitzer Straße in Melkendorf wird auch gekappt und ist bis zum Birkich für Autos befahrbar. Sie hat als Verbindung nach Unterzettlitz, Oberzettlitz und Gößmannsreuth ausgedient. Dafür gibt es zwei Alternativen; einfache Variante: Hauptstraße - Anschlussstelle West  - links abbiegen - Abzweig Unterzettlitz  - rechts abbiegen; komplizierte Variante: Hauptstraße - Brücke - Kreisverkehr - Ausfahrt Burghaig - Abzweig Friedhof - links abbiegen - Abzweig Unterzettlitz  - links abbiegen.

7. Was verändert sich für Radler und Fußgänger?
Erstens: Der bisherige Radweg entlang der Theodor-Heuß-Allee, von Burghaig beziehungsweise der E.-C.-Baumann-Straße kommend, endet am Bienenhofweg . Dort baut das Staatliche Bauamt eine Unterführung, um die Umgehung gefahrlos unterqueren zu können. Zweitens: Im Gegensatz zu den Autofahrern erreichen Radler und Fußgänger auch zukünftig über die Zettlitzer Straße das Rotmaintal. Sie können die Umgehung beim Abzweig Unterzettlitz auf der bereits gebauten Brücke  überqueren. Weiter ist in der Stadt der Bau eines Radwegs vom Galgenberg nach Melkendorf - parallel zu der dann als innerörtlich eingestuften Straße - im Gespräch.

8. Wie wird das geplante Gewerbegebiet bei der Gärtnerei Herzog verkehrstechnisch angebunden?
Laut Auskunft der Stadt gibt es für die Erschließung des Gewerbegebiets noch keine detaillierte Planung. Es böte sich jedoch an, das Gewerbegebiet an den Verkehrskreisel anzuschließen.
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