Burgkunstadt

Udo Langer gewinnt Deutschen Rock- und Pop-Preis

Am 12. Dezember gewann Udo Langer den Deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorie "Beste deutschsprachige CD-Produktion".
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Band-Selfie vor der berühmten Siegerlandhalle, wo die Preisverleihung stattfand (links im Bild Udo Langer, rechts Drummer Andi Herold). Während der Busfahrt nach Siegen (Nordrhein-Westfalen) wurde nochmal geprobt. Für ihren Auftritt hatte die Band gerade einmal fünf Minuten Zeit - inklusive Aufbau und Abbau. Fotos: Markus Häggberg
Band-Selfie vor der berühmten Siegerlandhalle, wo die Preisverleihung stattfand (links im Bild Udo Langer, rechts Drummer Andi Herold). Während der Busfahrt nach Siegen (Nordrhein-Westfalen) wurde nochmal geprobt. Für ihren Auftritt hatte die Band gerade einmal fünf Minuten Zeit - inklusive Aufbau und Abbau. Fotos: Markus Häggberg
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Für Udo Langer aus Burgkunstadt gibt es immer noch Momente, in denen er sich die Augen wischen muss. "Das zu verarbeiten, dauert glaube ich noch etwas. Manchmal muss ich mich schon noch zwicken, um es zu realisieren", erklärt uns der Musiker und Komponist im Interview. Am 12. Dezember hat Udo Langers Band und Projekt "Klangfeder" den ersten Platz beim Deutschen Rock- und Pop-Preis in der Kategorie "Beste deutschsprachige CD-Produktion" gewonnen. "Das ist die absolute Königsklasse", sagt der Burgkunstadter stolz.

Mit zwei weiteren Bands stand Langer, Drummer Andi Herold und Gitarrist Marco Hofmann auf der Bühne. "Als Platz drei aufgerufen wurde und es nicht wir waren, habe ich mich schon riesig gefreut, dass wir Zweiter sind." Doch auch Platz zwei ging an eine andere Band. "Dann waren nur noch wir für Platz eins übrig. Als mir das bewusst geworden ist, habe ich weiche Knie bekommen", erzählt der Burgkunstadter, der schon von Kindestagen an Musik macht.

Dass er mit seiner CD "Hellwach" diesen Preis absahnt, daran hätte Langer nicht im Traum gedacht. "Die Tragweite war mir vorher nicht bewusst. Wir sind ja wirklich über alle Musikstile hinweg die Besten", sagt der hauptberufliche Grafikdesigner. In den Kategorien "Bester Folk-Rock-Song" und "Bestes Album-Design" holte die Band jeweils den zweiten Platz.


Was hat es mit dem Preis auf sich?

Seit 1986 die Band Pur den Deutschen Rock- und Pop-Preis gewonnen hatte, ist auch Udo Langer auf ihn aufmerksam geworden. Hinter dem Preis stehen die Deutsche Popstiftung und der Deutsche Rock- & Pop-Musikerverband e. V. Für Stars wie Pur, Catterfeld oder Juli war der Preis Starthilfe im Musikgeschäft. Den nominierten Bands wurden fünf Minuten für Aufbau und Abbau, Vorstellung und Lied gewährt. Die Kritiker sind selbst im Musikbusiness tätig und bewerteten die Auftritte nach Kategorien wie Komposition, Originalität oder Text.

In einem Interview kurz nach der Preisverleihung meinte Langer, dass der Preis für ihn und seine Musik ein Türöffner sein könnte. Merkt er davon schon etwas? "Eine stade Zeit war es vor Weihnachten definitiv nicht für mich", sagt er und lacht. Interviews für verschiedene Medien seien seit der Verleihung mehr geworden.
Udo Langer hat sich dann erst einmal mit seiner Band zusammengesetzt. Gemeinsam haben sie überlegt, wie es jetzt weiter gehen soll. "Ich bin immer noch der Meinung, dass der Preis ein Türöffner sein kann, aber das Geschäft ist hart geworden."

Mit der CD "Hellwach" hat sich der Burgkunstadter Musiker und Komponist an etwas Neues gewagt. "Ich singe zum ersten Mal selbst. Davor habe ich mir für meine Projekte immer gute Sänger geholt."

Anfang 2015 kam dann die fertige CD auf den Markt. Wer sich nun im Media-Markt oder im Saturn auf die Suche macht, hat schlechte Karten. "Die CD gibt es nur in kleineren Geschäften. Wir gehen nicht über große Märkte", erklärt Langer. In Kulmbach bekommt man sie exklusiv in der Buchhandlung Friedrich. "Wenn man sich in größeren Märkten umschaut, da wird man ja verrückt. Überall stapeln sich die Sachen", sagt Langer. Die liebevolle Arbeit, die er in die Lieder gesteckt hat, werde in solchen Märkten nicht mehr wertgeschätzt. "Wir wollen mit unserem exklusiven Verkauf ein Zeichen setzen."
Die Konzertreihe zur CD startete bereits in diesem Jahr - zwei Auftritte in der Region gab es schon. Im Mai geht es dann für die Band nach Erlangen und Kloster Banz. "Danach soll es im nordbayerischen Raum weiter gehen und dann vielleicht in ganz Deutschland."
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