LKR Kulmbach
Aktion

Trotz Minusgraden waren Sternsinger im Kreis Kulmbach unterwegs

Trotz der niedrigen Temperaturen waren in der Region die Sternsinger unterwegs, um unter dem Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung" ihren Segen zu bringen.
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Der Wartenfelser Pfarrer Godfryd Mizerski freute sich bei der Feier des gemeinsamen Aussendungsgottesdienstes über das großartige Engagement der Kinder und Jugendlichen. Foto: Stephan Melzer
Der Wartenfelser Pfarrer Godfryd Mizerski freute sich bei der Feier des gemeinsamen Aussendungsgottesdienstes über das großartige Engagement der Kinder und Jugendlichen. Foto: Stephan Melzer
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Traditionell zogen am Dreikönigstag deutschlandweit wieder die Sternsinger von Tür zu Tür, um den christlichen Segen in die Häuser zu bringen. Unter dem Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung" sammelten die Kinder und Jugendlichen Spendengelder, die in diesem Jahr Gleichaltrige in der Region Turkana in Kenia unterstützen sollen, wo die Folgen des globalen Klimawandels stark spürbar sind. Auch im Kulmbacher Land ließ man sich von den eisigen Temperaturen, die mancherorts unter minus zehn Grad fielen, nicht abhalten, und zog als König verkleidet von einem Haus zum nächsten.


Hilfe für Kenia

Die Kinder sind davon überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt: Maximilian Zeitler aus Zettlitz und seine acht-jährige Schwester Emma wissen, dass man in Kenia oft lange Distanzen laufen muss, um an Wasser zu gelangen. Durch den globalen Klimawandel verschlechtert sich die Lage in den Entwicklungsländern zunehmend. "Mit unseren Spenden können die Menschen dort Brunnen bauen und müssen nicht fünf Kilometer laufen, um Wasser zum Duschen und Zähneputzen zu finden", freut sich Emma. Das stolze Ergebnis ihrer Sammelaktion kann sich sehen lassen.

Die 36 freiwilligen Helfer der evangelischen Kirchgemeinde Rugendorf und der katholischen Kirchgemeinde Wartenfels trugen im Laufe des 6. Januar über 3800 Euro zusammen.


Sechs Gruppen unterwegs

Aber auch anderswo waren die Sternsinger erfolgreich: Die Ministranten der katholischen Pfarrei St. Michael klopften in Mainroth und Mainklein bei ihren Mitmenschen an und hinterließen den Segen 20+C+M+B+17 an den Türen.

In diesem Jahr wurden sie von Kindern aus der Pfarrgemeinde unterstützt, die nicht der Ministrantengruppe angehören. So konnten sechs Gruppen für den zweitägigen Einsatz im Dienst der guten Sache gebildet werden. Stolze 3300 Euro sind das Sammelergebnis der 25 Könige, die ihre Freizeit für den guten Zweck geopfert haben.
Auch in Mainleus waren die Sternsinger unterwegs, zwei Gruppen sogar schon vor dem 6. Januar. Dabei wurden Radio Plassenburg, die Fachverlage in Kulmbach und viele örtliche Firmen und Arztpraxen besucht. Traditionell wurden die "Hohheiten" auch wieder vom Mainleuser Bürgermeister empfangen - heuer zum ersten Mal von Robert Bosch.

Am Tag darauf wurde nach einem frostigen Einsatz, einer kurzen Dankandacht und dem traditionellen Sternsingerfest am späten Nachmittag das Ergebnis der Solidaritätsaktion bekannt gegeben. An über 140 Türen wurden insgesamt 2577 Euro gesammelt - für alle Beteiligte ein zufrieden-stellendes Ergebnis.
Aber noch ist der Einsatz der Sternsinger nicht ganz vorbei. Diese Woche noch werden zwei Gruppen die Kindergärten sowie die Mainleuser Grund- und Mittelschule besuchen, so dass mit etwas Glück die 3000-Euro-Grenze überschritten wird.

Ebenfalls unbeeindruckt von der Kälte zeigten sich die Sternsinger der Pfarrei Modschiedel am Dreikönigstag. Nach der feierlichen Aussendung im Gottesdienst durch Pater Bonifaz Suhak brachten die Kinder den Segen in die Häuser von Modschiedel, Wunkendorf, Seubersdorf, Neudorf, Weiden, Görau und Fesselsdorf. Dabei wurden 2365 Euro zusammengetragen.

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