Thurnau

Thurnau - Mekka entspannten Genießens

Eine gute Wahl trafen all jene, die sich trotz hoher Temperaturen schon mittags in das Geviert des historischen Schlosshofes wagten. Denn sie erlebten einen Tag voller Gegensätze - hier typisch fränkisch, dort echt italienisch. Das 6. Thurnauer Brau- und Genussfest erfüllte wieder die Erwartungen entspannten Genießens.
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Sie helfen beim Freundeskreis Positano immer mit: Bianca Maria Lento, Luigi Martella (vorne) und Vorsitzender Volker Seiter. Fotos: Horst Wunner
Sie helfen beim Freundeskreis Positano immer mit: Bianca Maria Lento, Luigi Martella (vorne) und Vorsitzender Volker Seiter. Fotos: Horst Wunner
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In den Abendstunden drangvolle Enge unter Sternenhimmel, Musik und neapolitanisches Entzücken.
Stephan Schlierf und Fred Unger vom Vorstand der Thurnauer Braufreunde stehen an ihrem Stand, das süffige Kellerbier ist gefragt. "Wir haben 25 Hektoliter fürs Fest eingebraut in unserer Braustätte am Sportplatz, das machen wir vier- bis fünf mal im Jahr in dieser Größenordnung". Und sie verraten, dass erstmals sogar 300 Liter Hefeweizen angesetzt worden seien im alten Waschkessel, "natürlich nur für den Eigengebrauch".

Besucherzahlen bestätigen Idee

Ex-Bürgermeister Dietmar Hofmann kommt hinzu, zapft auch ein Seidla, hilft mit.
"Zusammen mit den Privatbrauern hatte ich die Idee zu einem Brau-und Genussfest, es hat sich etabliert, die Besucherzahlen zeigen das." Übrigens: Seit einem Jahr haben die Braufreunde einen Diplombraumeister in ihren Reihen, Sebastian Heckel. "Aber ohne ihn is des Bier a wos worn", lacht fred Unger.

Ein Stück entfernt ist wohlklingendes Italienisch zu hören, wir sind beim Freundeskreis Positano, der eine enge Partnerschaft zur Stadt an der amalfitanischen Küste pflegt, Bürgerbegegnungen initiert. Wolfgang Schuller ist stolz, dass das vorwiegend über die Familien geschieht, 80 Prozent schlafen bei den gegenseitigen Besuchen in Privatquartieren. Und dass das Brau-und Genussfest eine so gute Adresse ist, wo sich Franken und die Leute aus dem Süden des Stiefels näherkommen.

Italienische Spezialitäten

Wie Bianca Maria Lento und Luigi Martella, die aus Neapel nahe Positano stammen. Die beiden wohnen seit fünf Jahren in der Marktgemeinde, haben nicht nur die Liebe zueinander über den italienischen Freundeskreis Positano gefunden, sondern sich auch in Thurnau verliebt und dort geheiratet. "Luigi und ich helfen seit unserem Zuzug beim Genussfest mit, bereichern es mit unseren Spezialitäten wie Pasta in vielen Variationen und mediterranem Gemüse aller Art", sagt Bianca. Das hört ein Thurnauer, schwärmt von den Rezepten alla Positano und dem Limoncello von der Insel Capri. Bianca will eines noch loswerden: "In Thurnau haben wir "una grande famiglia` gefunden, das sind die Hofmanns".

Bedient den nächsten Kunden, der ein antipasti und crostini bestellt, der Gast aus Berlin: "Meraviglioso". Er gehört zu einer Gruppe eines Beetle-Treffens in Franken. Sie machen mit den Kultautos beim Fest Station.
Auch Altbürgermeister Rudi Hofmann und der Neue, Martin Bernreuther, werden gesichtet. Für manche wird die Pfingstsonntag-Nacht zum Pfingstmontag-Morgen, so schön war`s. Und beinahe hätten wir es vergessen: Beim Gartenbauverein Berndorf-Menchau-Leesau gab es selbstgebackene Kuchen und Torten nach Großmutters Rezepten, wie man sie in den Konditoreien und Bäckereien nicht mehr findet.
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