Thurnau
Gemeinderat

Thurnau: Bad-Eintrittspreise moderat erhöht

Der Badespaß im Thurnauer Freibad wird künftig die Besucher etwas teurer kommen. Der Gemeinderat stimmte in seiner Sitzung am Montagabend mehrheitlich für eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise. Begründet wurde der Schritt mit den Investitionen, die die Marktgemeinde im Freibad tätigt.
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Der Gemeinderat beschloss, die Eintrittspreise für das Thurnauer Freibad für die beginnende Saison moderat zu erhöhen. Foto: Artchiv
Der Gemeinderat beschloss, die Eintrittspreise für das Thurnauer Freibad für die beginnende Saison moderat zu erhöhen. Foto: Artchiv
Demnach soll ein Einzelticket für Erwachsene 2,50 statt 2 Euro kosten, eine Dutzendkarte 25 Euro (bisher 20) und eine Jahreskarte 45 Euro (40). Für Kinder wird das Einzelticket zehn Cent teurer und kostet dann 1,30 Euro; für die Dutzendkarte werden wie bislang 12 Euro fällig, der Preis für die Jahreskarte steigt von 17 auf 20 Euro.
SPD/OL-Rätin Susan Müller schlug vor, eine Tageskarte einzuführen. Es sei ihr, aber auch anderen des öfteren passiert, dass beim Verlassen des Bades und der späteren Rückkehr erneut der volle Eintritt verlangt wird. Zudem sei es sinnvoll, ei nen verbilligten Preis für Abendbesucher zu veranschlagen.

Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU) sagte, er wolle den Vorschlag Tageskarte prüfen und ein Abrechnungsmodell erarbeiten. Veit Pöhlmann (FDP) wollte sichergestellt wissen, dass eine solche Karte nicht übertragbar ist, um eine unkontrollierte Weitergabe und damit unlautere Mehrfachnutzung zu verhindern.

Straßenausbau in einem Stück

Einigkeit herrschte bei den Gemeinderäten, was den Ausbau der Staatsstraße 2689 Döllnitz-Thurnau angeht: Das Vorhaben soll als Gesamtkonzept bis 2020 realisiert werden - diesen Beschluss fasste das Gremium einstimmig. Laut Bürgermeister Bernreuther geht es um den Weiterbau der Staatsstraße bis zum Getränkehandel Heitmann an der Einmündung in die Bahnhofsstraße; derzeit endet die Maßnahme an der Jägerstraße. "Unser Ziel ist es, den kompletten Straßenverlauf in einen guten Ausbauzustand zu versetzen", sagte Bernreuther.

Einen weiteren Grund für den gesamten Weiterbau brachte Veit Pöhlmann ins Spiel: "Wie wir wissen, will Kasendorf bei Krumme Fohre ein Gewerbegebiet ausweisen. Das bedeutet, dass dadurch der Verkehr zur Autobahn und den beiden Oberlandstraßen weiter zunehmen wird, auch der Schwerlastverkehr. Deswegen ist es sinnlos, den Ausbau auf irgendwelche Folgeplanungen des Bauamts zu verschieben, wir sollten jetzt Nägel mit Köpfen machen."

Dietmar Hofmann (SPD/OL) sah eine mögliche neue Anbindung über die Kirschenallee sehr kritisch: "Das Bauamt hat erklärt, die Kosten für die Ertüchtigung der bestehenden Anbindung zu übernehmen. Wenn die Gemeinde aber den Neuausbau will, dann kann sie das gerne tun - aber auf eigene Rechnung. Da sind wir locker mit sechs, sieben, acht Millionen Euro dabei."

Gemeinde lässt Kanäle sanieren

Massiver Sanierungsbedarf besteht nach den Worten von Bernreuther bei den Abwasser- und Kanalleitungen in mehreren Straßen. Drei davon will sich die Gemeinde vornehmen: In der Egerer Straße soll die Maßnahme 73.700 Euro kosten, in der Hopfenleithe 76.400 und in der Von-Linde-Straße 56.200. In der Hopfenleithe kommen weitere 293.000 Euro für die Ertüchtigung eines maroden Abwasserkanals dazu. Den Vorteil, die Maßnahmen jetzt auf den Weg zu bringen, sieht Bernreuther darin, dass in den drei Straßen gerade der Gasausbau läuft und damit die Gerätschaften schon vor Ort sind. Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür.

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister von der Autobahndirektion Nordbayern dabei: Die gab demnach grünes Licht, den Pendlerparkplatz an den Autobahnauffahrt Thurnau-West in Stand zu setzen und dafür zu 100 Prozent die Kosten zu tragen. Die Gemeinde müsse lediglich den Winterdienst für das Areal sicherstellen.
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