Problemlos sei der Umzug verlaufen, versichert Stadtwerke-Chef Pröschold. Keine Selbstverständlichkeit, mussten doch nicht nur 80 Mitarbeiter in den Neubau umziehen, sondern auch unzählige Akten, technisches Gerät, Handwerkszeug und Baumaterial. Zwei Wochen lang lief der Umzug, Stück für Stück wurde aus- und neu eingeräumt. Gestern Vormittag wurde dann noch mit Hilfe der EDV-Abteilung der Stadt Kulmbach und von einer Fachfirma die EDV umgebaut. Wenn alles gut läuft, wird es am Montag keine Einschränkungen im Betrieb geben.
Gestemmt haben den Umzug die Mitarbeiter weitgehend aus eigener Kraft. Der Zeitpunkt war Pröschold zufolge ideal: "Die Jahresrechnungen sind erledigt und abgearbeitet. Die Mitarbeiter in der Technik haben jetzt ein bisschen Luft, bis es im März wieder mit den Baustellen losgeht."
Mit dem Umzug geht eine dreijährige Bauzeit zu Ende. Für einen Neubau hatten sich die Stadtwerke entschieden, weil das bisherige Gebäude marode ist. Eine Sanierung wäre unverhältnismäßig teuer gewesen, zumal das Gebäude auch in energetischer Hinsicht nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprach.
Im Neubau an der Hofer Straße ist das anders. Das markante Gebäude, das durch seine in Blautönen gehaltene Lochblech-Fassade optische Akzente setzt und schon in den letzten Monaten für viel Gesprächsstoff sorgte, ist, was energetische Belange angeht, vorbildlich konzipiert, sagt Pröschold. Aber nicht nur das: "Wir haben mit dem Neubau auf der ganzen Linie gewonnen und vor allem vernünftige Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter geschaffen."
Die Verwaltung sei in der Schützenstraße im Laufe der Zeit gewachsen, Abteilungen seien auf entfernte Gebäudeteile verteilt gewesen, für Kundengespräche habe es keine geeigneten Räume gegeben. "Das wird jetzt alles besser", versichert Pröschold.
So sieht das auch Oberbürgermeister Schramm, der den Mitarbeitern der Stadtwerke wünscht, dass sie sich im neuen Umfeld wohlfühlen. Für bedeutet der Umzug in die Hofer Straße auch eine Aufwertung der Blaich. Optisch sei das Gebäude sehr gelungen: "Und wenn jetzt 80 Mitarbeiter in die Blaich ziehen, bringt das auch Leben in den Stadtteil."