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Stadtsteinach
Umwelttag

Stadtsteinach wird sauberer

Beim Stadtsteinacher Umwelttag sammelten viele Freiwillige wieder Unrat. Auch ein Autoreifen wurde aus dem Wasser gefischt.
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Luca-Fynn Schieberlich, Dominik Baaske und Marie Hempfling waren mit Feuereifer bei der Sache.  Fotos: Sonny Adam
Luca-Fynn Schieberlich, Dominik Baaske und Marie Hempfling waren mit Feuereifer bei der Sache. Fotos: Sonny Adam
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Beim Umwelttag in Stadtsteinach packen die Vereine und viele freiwillige Helfer mit an. Die jüngsten Teilnehmer sind gerade mal sechs Jahre alt, die ältesten weit über 70. Und sogar drei syrische Flüchtlinge sammeln Müll.
Wael Darisch steht am Ufer der Steinach. Er sammelt Bonbonpapiere ein, fischt eine Plastikflasche aus dem Fluss, die sich in einigen Ästen verfangen hat. Am anderen Ufer sind Rateb Raslan und Alaa Sadaldin zugange. Auch sie kommen aus Syrien und lassen es sich nicht nehmen, am Umwelttag mitzuhelfen. Wenn sie eine Plastiktüte oder eine Flasche sehen, werfen sie den Unrat in den Müllsack.


"Die beste Integration"

"Wir haben gefragt, ob die Drei mitmachen möchten - und sie haben sich sofort bereit erklärt", sagt Uwe Erhardt vom Gartenbauverein. "Ich habe sie gerne mitgenommen, denn das ist doch die beste Integration.
Sie können helfen, sie sehen, wie bei uns alles läuft, und sie sind unter Leute", so Erhardt.
"Das macht sogar Spaß", erklärt Wael Darisch. Doch kennt man solche Umweltaktionen auch in Syrien? "Ja, wir machen das in Syrien auch - aber nur in der Stadt, nicht auf dem Land", berichtet Rateb Raslan, macht aber darauf aufmerksam, dass es in Syrien derzeit andere Probleme als die Müllbeseitigung gibt.


Tochter des Bürgermeisters macht mit

Auch Valerie Wolfrum (10), die Tochter des Bürgermeisters, hat sich von ihrem Vater einen großen blauen Müllsack geben lassen. Sie ist am Samstag mit der Jugendgruppe des Musikvereins auf Sammeltour. "Da sind einige Freundinnen mit dabei. Es macht auch Spaß, wenn man gemeinsam Müll sammelt", sagt die Zehnjährige, die die Aktion begrüßt. "Ich finde es ziemlich blöd, wenn Leute ihre Bonbonpapiere oder ihren Müll einfach wegschmeißen. Das ist sehr doof für die Tiere, wenn die das fressen, die können ja sogar sterben", sagt Valerie Wolfrum.


Knaller und Raketen

Auch Marie Hempfling (6) macht mit: Sie ist zusammen mit weiteren 15 Jungs und Mädels des Feuerwehrteams unterwegs. Während Marie noch Unrat sucht, sind Luca-Fynn Schieberlich und Max Pajonk schon fündig geworden. Die beiden haben einen Gummi-Hundeball entdeckt "Der kommt in die Tüte", sagt Max Pajonk, der auch Knaller und Raketen entsorgt.

Die ganz großen Umweltsünden machen die Stadtsteinacher in diesem Jahr nicht aus, obwohl eine Gruppe sogar einen Autoreifen aus der Steinach fischt. "Der heutige Umwelttag bei uns in Stanich war wieder ein toller Erfolg. Viele Gruppen aus Vereinen und Stammtischen waren an unseren Bächen, Flüssen und Wanderwegen unterwegs und haben doch einiges an Unrat beseitigt. Von den Trupps, die in der Innenstadt unterwegs war, haben wir gehört, dass es im Vergleich zu früheren Jahren besser geworden ist", zog Bürgermeister Roland Wolfrum ein Fazit. Zur Belohnung spendiert er allen Teilnehmern wieder eine zünftige Brotzeit.


Damit das Steinachtal schön bleibt

Unter diesen sind auch Hilde und Sepp Madl, die schon über 70 sind. "Man muss sich doch ein bisschen engagieren", sagt Hilde Madl und verspricht, auch in den nächsten Jahren dabei zu sein. Beide waren zwischen Papierfabrik und Schneidmühle im Einsatz. "Der Müll liegt vor allem bei den Bänken", sagt Sepp Madl und appelliert an alle, den Müll doch zuhause zu entsorgen, "damit das Steinachtal auch weiterhin schön bleibt".

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