Kulmbach
Beschluss

Sparkasse Kulmbach-Kronach schließt Filialen

Die Sparkasse schließt zum 1. August sechs Filialen - je drei in den Landkreisen Kulmbach und Kronach.
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Foto: Archiv/Oliver Berg, dpa
Foto: Archiv/Oliver Berg, dpa
Wie die Sparkasse mitteilt, wurde in der Verwaltungsratssitzung am Donnerstag nach intensiver Überprüfung
auf Vorschlag des Vorstands Anpassungen im Geschäftsstellennetz und der Öffnungszeiten
beschlossen.

Im Landkreis Kulmbach werden zum 1. August 2017 die Geschäftsstellen Metzdorf, Melkendorf und Trebgast geschlossen. Im Landkreis Kronach sind von der Schließung die Geschäftsstellen Neuses, Steinberg und
Windheim betroffen.

Die Kundenbetreuung wird in die nächstgelegenen Filialen verlegt. Über die Veränderungen wurden die betroffenen Kunden nach Angaben der Sparkasse schriftlich informiert. Am Standort Metzdorf bleibt eine Selbstbedienungsfiliale mit Geldautomat und Kontoauszugsdrucker bestehen. Alle anderen Standorte werden ab August
mit der Mobilen Geschäftsstelle der Sparkasse angefahren.

"Dieser Schritt fällt uns sehr schwer, ist aber vor dem Hintergrund der notwendigen Wirtschaftlichkeit
unserer Sparkasse unvermeidlich. Die Nutzerzahlen der modernen Zugangswege zur Sparkasse wachsen weiter stark an, während gleichzeitig die Kundenbesuche in den Geschäftsstellen merklich zurückgehen", heißt es in der Pressemitteilung.

Zusätzlich kündigt die Sparkasse an, dass die Standorte Neuenmarkt und Wirsberg zum Jahreswechsel zusammengelegt werden. Direkt an der Bundesstraße 303 soll eine moderne Geschäftsstelle, verkehrsgünstig gelegen mit Parkplätzen direkt vor der Tür, entstehen. Zusätzlich kommt die Mobile Geschäftsstelle ab diesem Zeitpunkt
nach Neuenmarkt.

Das Besondere an der Mobilen Geschäftsstelle ist nach Angaben der Sparkasse der von außen zugängliche Geldautomat mit Einzahlfunktion - auch für Nichtkunden. Daneben ist das Fahrzeug mit einem Kontoauszugsdrucker sowie einem separaten Beratungsraum ausgestattet.

Zudem passt die Sparkasse Öffnungszeiten an.

Die Sparkasse verweist darauf, dass mittlerweile über 50 Prozent ihrer Privatkunden und mehr als 75 Prozent der Geschäftskunden ein onlinefähiges Girokonto hätten - beides mit nach wie vor hohen Zuwachsraten. Die Internetfiliale der Sparkasse Kulmbach-Kronach werde pro Monat mehr als 2,3 Millionen Mal aufgerufen. Täglich gebe es mehr als 8800 Online-Banking-Anmeldungen.

Darüber hinaus hätten sich auch die Rahmenbedingungen in der gesamten Finanzbranche stark verändert und täten dies weiter. Die zunehmenden Regulierungen der EU stellten immer höhere Anforderungen an das Eigenkapital der Banken und Sparkassen und somit auch an das Betriebsergebnis. Deshalb müssten alle Kostenbereiche kritisch betrachtet und das Geschäftsstellennetz regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden.

Die anhaltende Niedrigzinsphase belaste die Ertragslage sehr stark und zwinge zum Handeln.

"Unsere Mobile Geschäftsstelle ist seit 1. April 2015 in beiden Landkreisen Kulmbach sowie
Kronach erfolgreich im Einsatz. Um für unsere Kunden weiterhin vor Ort zu sein, ist die Mobile
Geschäftsstelle die Alternative.", davon ist Vorstandsmitglied Harry Weiß überzeugt.

"Zum 1. August 2017 schließen wir je Landkreis drei Geschäftsstellen. Die Schließung fällt somit
moderat aus, zumal wir in diesen Orten ja weiter bleiben: mit unserer Fahrbaren Geschäftsstelle
und mit unseren Mitarbeitern, und zwar mindestens einmal pro Woche. So gesehen ein Tausch "stationäre" Geschäftsstelle in "mobile" Geschäftsstelle. In dieser mobilen Geschäftsstelle sind alle Geschäfte wie bisher möglich", sind sich die Vorstände der Sparkasse Kulmbach-Kronach einig.

Mit 29 Geschäftsstellen, sieben SB-Geschäftsstellen und zwölf Standorten der Mobilen Geschäftsstelle
sei die Sparkasse Kulmbach-Kronach weiter mit einem der dichtesten Geschäftsstellennetze aller oberfränkischen Sparkassen in beiden Landkreisen vertreten.
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