Gößmannsreuth
Musik

Sie sind Oberfrankens beste Band

Die Bayreuther Formation "Rolling Chocolate Band" setzte sich in Gößmannsreuth mit ihrem Sound der sechziger Jahre durch.
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Die "Rolling Chocolate Band" aus Bayreuth ist Oberfrankens beste Band. Gitarrist Valentin Weintritt (links), Bassist Dominik Adler und Schlagzeuger Jonas Kuhn überzeugten in Größmannsreuth mit einem explosiven Auftritt und dem Sound der sechziger Jahre.  Foto: Stephan Stöckel
Die "Rolling Chocolate Band" aus Bayreuth ist Oberfrankens beste Band. Gitarrist Valentin Weintritt (links), Bassist Dominik Adler und Schlagzeuger Jonas Kuhn überzeugten in Größmannsreuth mit einem explosiven Auftritt und dem Sound der sechziger Jahre. Foto: Stephan Stöckel
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Der Sound der Bayreuther "Rolling Chocolate Band" klingt wie ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Wie eine Verbeugung vor den großen Kapellen der sechziger Jahren, der "Yardbirds", "Sonics" oder "Kinks". Kann man damit im 21. Jahrhundert noch punkten? Man kann, wie sich am Samstagabend bei Rock in Oberfranken in der Gößmannsreuther Kulturschule zeigte. Valentin Weintritt (Gitarre und Gesang), Dominik Adler (Bass und Gesang) und Jonas Kuhn (Schlagzeug und Gesang) zündeten voller Leidenschaft eine Ladung Ohrwurm nach der anderen und das Publikum stand in Flammen.


Fünf Tage Wahlmarathon

Am Ende standen die Musiker aus der Wagnerstadt in der Gunst des Publikums ganz oben. Kurz nach Mitternacht verkündete der Popularmusikbeauftragte des Bezirks Oberfrankens, Samuel Rauch, mit der "Rolling Chocolate Band" den Gewinner des fünftätigen Wahlmarathons. Forchheim, Hof, Bamberg, Coburg und Gößmannsreuth waren die Stationen, wo die Musikfans ab 21. April ihre Stimme abgeben konnten.

Die Jungs von der "Rolling Chocolate Band" sind um 1500 Euro reicher geworden und dürfen sich mit dem Prädikat "Oberfrankens beste Band" schmücken.


"Musik ist Ansichtssache"

Was bedeutet ihnen die Auszeichnung? "Selbstverständlich freuen wir uns darüber, dass unser Sound so toll beim Publikum ankommt", machte Frontmann Valentin aus seinem Herzen keine Mördergrube. Sein Kollege hinter der Schlagbude, Jonas Kuhn, sprach aus, was alle in der Band denken: "Musik ist Ansichtssache. Der eine mag diesen, der andere jenen Stil. Eigentlich hätten alle vier Gruppen den Sieg verdient."

Das Preisgeld will das Trio zur Aufnahme eines Albums verwenden und vom Titel erhofft sich die Gruppe noch mehr Konzerte spielen zu können: Denn darum, so Valentin, gehe es letztlich jeder Rockband.

Nicht aus der Zeit gefallen war der Sound der Einmannband "He Told Me". Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der Lichtenfelser Musiker Sandro Weich. Der 25-jährige zauberte eine Klangfülle aus dem Ärmel, die der einer ganzen Band glich. Die moderne Technik macht's möglich. Mit einer Loopmaschine nahm er Schlagzeugrhythmen, Keyboardtöne oder Klatschen auf, um es an Ort und Stelle wieder abzuspielen. Dadurch verlieh er seinem mit viel Spielfreude und Grips vorgetragenen Gitarrenpop mit Ecken und Kanten das berühmte Tüpfelchen auf dem I.


Adler mag's spartanisch

Solo unterwegs ist auch der Hofer Musiker Maximilian Adler, der es im Unterschied zu Weich spartanischer liebt. Mit seiner Stimme und seiner akustischen Gitarre sang er sich mal mit friedlicher Eindringlichkeit, mal mit aufbrausendem Überschwang in die Herzen der Zuhörer. Adler war außer Konkurrenz mit von der Partie. Er war kurzfristig für die Marktredwitz-Wunsiedler Band "Rockbeton & The Mörtels" eingesprungen, die ihren Auftritt hatte absagen müssen.

Ferner trugen die Musiker der Forchheimer Formation "The Attic" zum Gelingen des Rockabends ihr Scherflein bei. Robert Robson (Gitarre und Gesang), Christian Drummer (Schlagzeug), Tobias Walter (Gitarre und Gesang) und Michael Grodel (Bass) setzten mit ihrem ausdrucksstarken Gitarrenrock, der sofort ins Ohr ging, bei den Zuhörern Glückshormone frei.
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