Presseck

Schulhaus und Hort müssen saniert werden

Insgesamt 900 000 Euro bekam der Markt Presseck seit 2013 an Stabilitätshilfen, berichtete Bürgermeister Siegfried Beyer am Dienstagabend.
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Das Schulhaus in Presseck Foto: Klaus Klaschka
Das Schulhaus in Presseck Foto: Klaus Klaschka
Insgesamt 900 000 Euro bekam der Markt Presseck seit 2013 an Stabilitätshilfen, davon 300 000 Euro in diesem Jahr, aus der bayerischen Staatskasse, berichtete Bürgermeister Siegfried Beyer am Dienstagabend in der Jahresschlusssitzung des Gemeinderats. Diese wurden ausschließlich für den Schuldenabbau verwendet. Dennoch bleibt nach wie vor kein Spielraum für freiwillige Leistungen. Was die Kommune im ablaufenden Jahr bewegt habe, das seien alles Pflichtaufgaben gewesen, um Bestehendes zu erhalten.
Größter Batzen war der Erhalt der insgesamt 50 Kilometer Gemeindestraßen, für die eine halbe Million Euro ausgegeben werden musste, nur um die schlimmsten Strecken zu sanieren. Völlig neu gebaut werden musste die Fabrikstraße im Ortskern. Dafür bleiben trotz Zuschüssen immer noch 100000 Euro als Eigenanteil für die Gemeinde, sagte Beyer.


Investitionen in Bauhof

Weiterhin gingen zu Lasten der Gemeinde: 190 000 Euro für die Sanierung des alten Rathauses, das weiterhin an die Diakonie vermietet ist, 100 000 für Barierefreiheit, Sanitäranlagen und Heizung des Arzthauses und den barrierefreien Zugang zum Rathaus und 20 000 für das Dach des gemeindeeigenen Hauses an der Frankenwaldstraße. Noch nicht abgeschlossen ist der Breitbandausbau. Investiert wurde auch in den Bauhof: 155 000 Euro für einen bisher gemieteten Unimog und 55 000 für einen Seitenkipper, da der alte laut TÜV nicht mehr verkehrssicher war. Außerdem 100 000 Euro für eine weitere Halle und 25 000 Euro für ein weiteres Streusalzsilo. Kurzfristig musste auch die Heizung instandgesetzt werden. Großes Lob zollte der Bürgermeister dem Bauhof. Im "Superteam" seien fast alle Berufe vertreten, so dass man sehr viel in Eigenleistung machen konnte.
Im kommenden Jahr steht bereits konkret die energetische Sanierung des Rathauses an (400000 Euro, die über das KIP bezuschusst werden) sowie die Sanierung weiterer Straßen je nach Priorität und Kassenlage. Begonnen werden müsse unbedingt auch die Sanierung von Schulhaus, Turnhalle und Hort. Nachdem die Heizung bereits teilweise ausgefallen ist, mussten hier bereits vorab Maßnahmen getroffen werden, so Bürgermeister Beyer. Die Pflege solcher "harter Standortfaktoren" sei bedeutsam. So hätten sich zum Beispiel die Investitionen in den Kindergarten gelohnt, der binnen kurzer Zeit schon fast überbelegt sei.
Des Weiteren wolle man das Leader-Programm "Erlebnis-achse Steinachtal" zusammen mit Stadtsteinach zur Ankurbelung des Tourismus weiter vorantreiben. Ebenso das der Frankenwaldallianz Knock-Radspitze zusammen mit Wallenfels. Und über die Städtebauförderung die Neugestaltung des Marktplatzes. Außerdem die Beseitigung von Leerständen beziehungsweise Industriebrachen. Als steuereinnahmenschwache Kommune brauche auch Presseck die Schlüsselzuweisungen (aktuell 900 000 Euro) aus dem kommunalen Finanzausgleich.


"Am Gängelband"

Die konstruktive und reibungslose Zusammenarbeit im Gemeinderat lobten alle Sprecher der Fraktionen. Stefan Sigmund für die Freien Wähler sprach zudem die Bevölkerungsentwicklung an, die insbesondere den Oberlandgemeinden im Nacken sitze. Raimund Graß für die CSU bezeichnete Investitionen in Schule und Kindergärten als besonders wichtige Aufgaben und zeigte sich insbesondere dankbar für die finanzielle Förderung seitens der Staatsregierung. Für die SPD stimmte Gerhard Leinfelder in das gleiche Lob für die konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat ein, merkte des Weiteren aber kritisch dann, dass "vieles zäh" ginge und die Konsolidierungsgemeinde, immer "am Gängelband der Kommunalaufsicht" an sich nicht selbstständig handlungsfähig sei.
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