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Presseck
Renovierung

Presseck: 190 000 Euro fürs Alte Rathaus

Mit einem Tag der offenen Tür wurde in Peresseck der Abschluss des Umbaus gefeiert.
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Zusammen mit dem privat sanierten Anwesen nebenan ist das generalsanierte Alte Rathaus (gelbes Gebäude links) in Presseck zu einem frischen Ensemble am Marktplatz geworden. Fotos: Klaus Klaschka
Zusammen mit dem privat sanierten Anwesen nebenan ist das generalsanierte Alte Rathaus (gelbes Gebäude links) in Presseck zu einem frischen Ensemble am Marktplatz geworden. Fotos: Klaus Klaschka
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190 000 Euro investierte der Markt Presseck in das etwa 90 Jahre alte Haus: vom neuen Dach über neue Fenster und Installationen bis hin zum Vollwärmeschutz innen und außen. Eine "Kraftanstrengung für unsere Oberlandgemeinde" nannte Bürgermeister Siegfried Beyer (CSU) das Projekt. Zusammen mit dem von privater Seite ebenfalls sanierten Gebäude daneben sei allerdings ein ansehnliches Ensemble entstanden, bestätigte auch Landrat Klaus Peter Söllner (FW).

Karl-Heinz Flügel, Kassenverwalter des Diakonievereins Presseck-Grafengehaig, erinnerte sich bei einem Rundgang im Gebäude daran, dass früher im Erdgeschoss die Verwaltung des Marktes Presseck untergebracht war. Im Obergeschoss habe es einen Versammlungsraum gegeben. Und im Dachgeschoss habe auch noch eine Familie gewohnt. Ob es ganz oben überhaupt fließend Wasser gab, wusste niemand mehr sicher.
An ein Waschbecken mit Abfluss konnte sich aber Zweiter Bürgermeister Stefan Sigmund erinnern. Ein WC gab es wahrscheinlich aber erst im ersten Stockwerk.


Weitere Unterstützung erhofft

Mit der Renovierung des Alten Rathauses sei ein weiterer Baustein für einen angestrebten attraktiven Marktplatz im Ortszentrum geschafft, stellte Bürgermeister Beyer fest, der mit Seitenblick auf den Landrat auf weitere finanzielle Unterstützungen hofft. Söllner mochte nach kürzlichen Gesprächen in München diesbezügliche Hoffnungen nicht schüren, ihnen aber auch nicht widersprechen, da der Landkreis Kulmbach bei Entwicklungs-Sonderprogrammen der Staatsregierung für die umliegenden Landkreise zunächst nicht eingeschlossen worden sei. Er sah allerdings weiteren Unterstützungsbedarf besonders bei den Oberlandgemeinden, die durchaus zu kämpfen hätten, wie er anerkannte.


Der Mieter bleibt derselbe

Alter und auch neuer Mieter des Hauses ist die Diakonie. Sie betreibt dort eine Sozialstation, die vom Diakonieverein Presseck-Grafengehaig (Vorsitzende ist Pfarrerin Heidrun Hemme) getragen wird. Die Station ist untypischer Weise nicht mit der Diakonie in Kulmbach, sondern mit dem Zentralen Diakonieverein (ZDV) Münchberg verbunden. Laut dessen Vorsitzendem Oliver Münchberger habe der Diakonieverein 17 000 Euro für die Einrichtung des Hauses investiert, der ZDV weitere 20 000 Euro.


Bis zur Hofer Grenze aktiv

14 Mitarbeiterinnen sind derzeit über die Diakoniestation von Presseck aus im Oberland bis etwa zur Landkreisgrenze zu Hof in häuslicher Pflege und Betreuung sowie mit hauswirtschaftlicher Unterstützung beschäftigt und betreuen 50 bis 60 Pflegeberechtigte. Weitere rund 40 Pflegeberechtigte werden im Oberland von Presseck aus durch die privatwirtschaftliche Pflegestation Am Sonnenhang 14 mit ihren insgesamt zwölf Mitarbeiterinnen betreut, die zudem auch eine Tagespflege in der Station mit neun Mitarbeiterinnen betreibt, und die pro Monat von etwa 60 Gästen in Anspruch genommen wird.
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