Kulmbach
Burggeflüster

Pflanzen sind Freunde - oder?

Nein, nicht alle Pflanzen sind unsere Freunde. Nicht heimische Arten, die sich rasant ausbreiten, müssen in die Schranken gewiesen werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Beifuß-Ambrosie gehört zu den eingewanderten Pflanzen, deren Pollen Allergikern zu schaffen machen. Foto: Archiv/Wuttke
Die Beifuß-Ambrosie gehört zu den eingewanderten Pflanzen, deren Pollen Allergikern zu schaffen machen. Foto: Archiv/Wuttke
Haaaatschieh! Nein, ich bin nicht erkältet. Grippe? Schon gar nicht. Und die dick geschwollenen Augenlider kommen nicht von einer langen Nacht mit wenig Schlaf und viel Alkohol. Es sind die Pollen, die mir in diesen Tagen und Wochen zu schaffen machen. Der Frühling könnte so toll sein, wenn die Natur sich nur einen anderen Weg der Fortpflanzung für Bäume und Gräser ausgedacht hätte.

Und als ob wir geplagten Allergiker mit den einheimischen Arten nicht schon genug Probleme hätten, kommen zusätzlich Invasionen feindlich gesinnter Winzlinge von den entlegensten Winkeln der Erde zu uns: Bärenklau und Beifuß-Ambrosie zum Beispiel sehen zwar recht hübsch aus, haben es aber faustdick hinter, nein - in den Blüten. Dort hocken viele und reichlich aggressive Pollen, die angetreten sind, den Planeten unterwerfen zu wollen.

Wer glaubt, in ein paar Wochen ist alles vorbei, ist auf dem Holzweg, denn die Neubürger unter den Pflanzen verteilen ihre Pollen fleißig bis in den Herbst hinein

Was tun? Ich liebe Pflanzen und lasse gerne auch manches von anderen ungeliebte Wildkraut wachsen, wo es ihm gefällt. Aber nicht alle Pflanzen sind Freunde, und gegen die Invasoren hilft nur eins: Gewalt! Die gefährliche Pollenschleuder muss vernichtet werden!

Zur Nahkampfausrüstung gehören Handschuhe (die Berührung des Bärenklaus führt zu schmerzhaften Verbrennungen der Haut) und am besten noch eine Atemschutzmaske. Auf geht's, solange wir uns noch wehren können!
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren