Untersteinach
Ablösung

Paukenschlag: Weigel verlässt WGU-Fraktion

Der Untersteinacher Markus Weigel verlässt die WGU-Fraktion im Gemeinderat. Grund ist offenbar seine geplante Abwahl als Fraktionsvorsitzender.
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Markus Weigel verlässt die WGU-Fraktion in Untersteinach, nachdem er als Fraktionsvorsitzender abgelöst wurde. Foto: Archiv/Jochen Nützel
Markus Weigel verlässt die WGU-Fraktion in Untersteinach, nachdem er als Fraktionsvorsitzender abgelöst wurde. Foto: Archiv/Jochen Nützel
In einer Presseerklärung weist Weigel darauf hin, dass er am vergangenen Dienstag bereits vom Vorsitzenden der WGU, Philipp Simon Goletz, vor rund 40 Mitgliedern als "Noch-Fraktionsvorsitzender" angesprochen worden sei. Durch Dritte habe er von "dieser erneuten Nacht- und Nebelaktion des Herrn 1. Vorsitzenden Philipp Simon Goletz und nun von meiner Absetzung als bisheriger WGU-Fraktionsvorsitzender erfahren".

Allerdings, hält Weigel fest, hätte diese Entscheidung eigentlich auf demokratischem Weg in einer ordentlichen
Fraktionssitzung besprochen werden müssen. "Ich persönlich empfinde diese Vorgehensweise der Herren
Goletz und Alfred Vießmann sowie ihren Gehilfen als Mobbing-Methoden und einer demokratischen Partei
(WGU/Freie Wähler) unwürdig", kritisiert Weigel scharf.

"Für mich ist daher eine Zusammenarbeit auf der Basis gegenseitigen Vertrauens nicht mehr gegeben:
Innerparteiliche und interfraktionelle Kollegialität und Solidarität werden nicht nur untergraben, sondern
sogar unmöglich gemacht", schreibt Weigel in einer Presseerklärung.

Dies bedeute für ihn in der Konsequenz, dass er mit sofortiger Wirkung aus der Untersteinacher WGU-Fraktion austrete und künftig sein Mandat als unabhängiger Gemeinderat wahrnehme. Er bleibe jedoch Mitglied der WGU/Freien Wähler, deren politische Ziele und Programm erweiter vertrete.

Weigel weiter: "An dieser Stelle halte ich den Hinweis für bedeutsam, dass es der WGU-Ehrenvorsitzende Alfred
Vießmann selbst war, der mir für 2014 die Bürgermeister-Kandidatur angetragen hat, weil er einen jüngeren und glaubwürdigen Kandidaten mit aufgeschlossenen Ideen suchte. In diesem Sinne habe ich seinerzeit ein Wahlprogramm vorgelegt, wozu besonders auch heute noch zählt: Transparenz, Offenheit, Klarheit, zeitgemäße Fortschritte in der Gemeinde - und vor allem: Ehrlichkeit!" Sein persönliches Stimmenergebnis bei der Kommunalwahl 2014 bestärkten ihn darin, an diesen Zielen festzuhalten.
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