Himmelkron
Einweihung

Partnerschaftsplatz ist Symbol der Freundschaft

Die kühlen Temperaturen trübten die Freude über den neuen Partnerschaftsplatz in Himmelkron. Das kleine Volksfest, als das die Einweihungsfeier am Samstag angekündigt wurde, hielt sich deshalb im Rahmen. Dennoch: Die Gemeinde verfügt jetzt über ein Schmuckstück in der Ortsmitte.
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Der Partnerschaftsplatz wurde von Pfarrerin Almut Weisensee und Pfarrer Jakobus (links) gesegnet. Fotos: Werner Reißaus
Der Partnerschaftsplatz wurde von Pfarrerin Almut Weisensee und Pfarrer Jakobus (links) gesegnet. Fotos: Werner Reißaus
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Die Verantwortlichen der Gemeinde hatten sich aber alle Mühe gegeben, die Eröffnung mit einer würdigen Feierstunde zu begehen. Dazu trugen neben der Stadtkapelle von Kynsperk - sie spielte die Nationalhymnen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik - auch der örtliche Gesangverein, die Kynsperker Majoretten-Tanzgruppe sowie die Trachten- und Volkstanzgruppe Gefrees bei. "Was lange währt, wird endlich gut", sagte Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU), der den Platz als ein Symbol der Freundschaft zwischen beiden Kommunen bezeichnete.

Zentraler Punkt ist die Brunnenanlage mit einem wuchtigen Granitstein, der in der Nähe von Gefrees von der eigens einberufenen "Steinfindungkommission" entdeckt und nach Himmelkron transportiert wurde. Er wurde zwei Mal durchbohrt, aus den Löchern quillt das Wasser und soll die Quellläufe des Weißen Mains und der Eger symbolisieren.
Die Anlage ist auf der Rückseite mit einer Sandsteinmauer eingefasst, an der links und rechts zwei Sitzbänke angebracht wurden. Neben den Grünflächen wurden auch noch Pflanzinseln mit einer speziellen Staudenmischung angelegt.

Der Planer und Ideengeber, Landschaftsarchitekt Wolfgang Sack, selbst ein Himmelkroner: "Diese Staudeninseln mit Granitschotter sind pflegeleicht und sollen der Anlage ein gewisses Flair geben. An der Grenze zum Anwesen wurde eine Rahmenpflanzung angelegt, außerdem haben wir noch fünf Mehlbeerbäume gepflanzt. Die Linde als Partnerschaftsbaum war ja schon vorhanden."

Die Himmelkroner sind von "ihrem" Partnerschaftsplatz begeistert. "Er ist wunderschön geworden. Man kann hier wirklich auch mal ausruhen, um inne zu halten. Die Aufwendungen haben sich gelohnt, es ist eine sinnvolle Investition", sagt Walter Herrmann. Ähnlich sieht es Adam Engelhardt: "Ich bin neulich mit einigen Wanderfreunden vorbeigekommen, die bestätigt haben, dass die Anlage wirklich gelungen ist."

Unter den Gästen aus der Partnerstadt Kynsperk war auch Schulleiterin Lenka Hruska: "Es ist schön, dass ein derartiger Platz geschaffen wurde. Auch wir haben in unserer Stadt vor der Kirche einen Park, den wir vor ein paar Jahren rekultiviert und dort auch einen Partnerschaftsbaum gepflanzt haben."

Bürgermeister Gerhard Schneider zeigte sich dankbar, dass es im Rahmen des Europäischen Förderprogramms für regionale Entwicklung ermöglicht wurde, diese wichtige Maßnahme durchzuführen. Die Gemeinde habe das gesamte Grundstück erworben und Scheune sowie Wohnhaus abtragen lassen. "Die Entscheidung, ob dort wieder ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet oder eben dieser Partnerschaftsplatz geschaffen wird, wurde letztlich sehr stark durch die großartige Entwicklung der Partnerschaft mit Kynsperk beeinflusst", betonte Bürgermeister Schneider, der die Herstellungskosten mit 104 000 Euro bezifferte. Die Kosten der Brunnenanlage beliefen sich dabei auf 38 000 Euro. Aus EFRE-Mitteln erwarte die Gemeinde einen Zuschuss von 56 000 Euro. Der Parkplatz, der unmittelbar daneben angelegt wurde, habe Kosten von 55 000 Euro verursacht. Großes Lob zollte Schneider Partnerschaftsbeauftragtem Erwin Tischer und Reinhard Stelzer von der Verwaltung: "Man kann mit Fug und Recht sagen, ohne diese beiden würde es diesen Platz nicht geben. Ich bin überzeugt, dass ein Schmuckstück in unserer Ortsmitte geschaffen wurde."

Bürgermeister Tomas Svoboda von der Partnerstadt Kynsperk und Landrat Klaus Peter Söllner beglückwünschten die Gemeinde Himmelkron zum neuen Partnerschaftsplatz. Letzterer unterstrich, dass diese Partnerschaft immer wieder mit Leben erfüllt wird und erinnerte an die ersten Kontakte, die unter Altbürgermeister Andi Krainhöfner zwischen den beiden Kommunen geknüpft wurden: "Ich war damals dabei, es war ein wunderschönes Erlebnis. Es ist eine ganz tolle Geschichte, denn die Partnerschaft Himmelkron-Kynsperk ist die erste zwischen Bayern und Tschechien."
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