Zur Gründung der Old Beertown Jazzband kam es in Kulmbach eher zufällig. "Anfang der achtziger Jahre trafen sich einige Jazzbegeisterte regelmäßig zum Fachsimpeln und zum Meinungsaustausch. Bernd Meile hatte dann die Idee, er ist praktisch der Vater unserer Gruppe", erinnert sich der heutige Bandleader Konrad Fischer-Andreassohn. Das erste bedeutende Datum in der Geschichte der Formation war der gemeinsame Auftritt mit der Semper House Band im Vereinshaus. "Es war zugleich die Geburtsstunde für eine Musikerfreundschaft, die bis heute angehalten hat", freut sich Fischer-Andreassohn, demzufolge im "absolut abhörsicheren Reichel-Bräu stübla" über den Dächern Kulmbachs damals so richtig die Post abging. Bereits im folgenden Jahr kam es schon zum Gegenbesuch, freilich unter erschwerten Bedingungen. Es wurde ein Sonderzug gechartert, mit dem auch knapp 500 Fans aus Kulmbach nach Sachsen reisten. Fischer-Andreassohn: "Das war damals fast unvorstellbar. Es war der einzige Sonderzug, der jemals zwischen Ost und West gefahren ist - ein einmaliges Erlebnis. Damals konnte keiner ahnen, dass nur ein Jahr später die Mauer fiel."
In der Folgezeit wurden immer wieder glanzvolle Konzerte veranstaltet: Im November 2004 eine Jazz-Gala auf der Plassenburg, 2007 ein Konzert auf Schloss Thurnau und am 3. August 2008 die erste "Moonlight Serenade" auf Schloss Wernstein.
Über die Musik hinaus hat sich eine tiefe Freundschaft entwickelt. Die Bandmitglieder besuchen sich gegenseitig auch privat. So nahm die Semper House Band beim 60. Geburtstag von Konrad Fischer Andreassohn in der kompletten Formation teil - nicht gerade eine Selbstverständlichkeit.
Auf die "Moonlight-Serenade" im Wernsteiner Schloss, dessen einmaliges Ambiente es ihnen angetan hat, freuen sich die Musiker besonders. Bei dem Konzert kommt auch der soziale Aspekt nicht zu kurz. Fischer Andreassohn: "Er nimmt bei uns einen hohen Stellenwert ein. Die Erlöse vieler unserer Konzerte kommen karitativen Zwecken zugute. Spenden sind bislang nach Dresden, Rust und natürlich nach Kulmbach geflossen. Zuletzt wurden die Kindergärten in Mainleus, Wernstein und Fölschnitz sowie der Förderverein des Deutschen Dampflokomotiv-Museums und der SKC Fölschnitz mit Spenden bedacht."
Ohne die vielen Sponsoren wäre aber die "Moonlight"-Serenade nicht durchführbar. Deshalb ist Konrad Fischer Andreassohn den zahlreichen Firmen und Banken sehr dankbar.