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Neuensorg plant Großdemo gegen Monstertrasse

Die Bürgerinitiative Neuensorg hat den Kampf gegen die Monster-Stromtrasse und für eine Erdverkabelung noch nicht aufgegeben.
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In einer Abschlussbesprechung, der auch MdB Emmi Zeulner und Bürgermeister Franz Uome beiwohnten, wurden die letzten Details der Demo am kommenden Samstag in Neuensorg besprochen. Foto: Werner Reißaus
In einer Abschlussbesprechung, der auch MdB Emmi Zeulner und Bürgermeister Franz Uome beiwohnten, wurden die letzten Details der Demo am kommenden Samstag in Neuensorg besprochen. Foto: Werner Reißaus
Im Gegenteil: Am kommenden Samstag, 20. August, will man auf die Straße gehen und mit einer Demonstration "Flagge für die Kinder und Enkelkinder zeigen". Die Demo steht unter dem Motto "Keine Monstertrasse, sondern Erdverkabelung für Neuensorg - die Politik allein kann nicht helfen."

"Es sollte auch die Großgemeinde Marktleugast Flagge zeigen für Neuensorg", erhofft sich Fritz Ruppert, der Sprecher der Bürgerinitiative.


Am Samstag um 15 Uhr geht's los


Am Donnerstagabend trafen sich die Mitglieder zu einer letzten Besprechung, der auch die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und Bürgermeister Franz Uome (beide CSU) beiwohnten. Fritz Ruppert gab dabei den Ablaufplan bekannt. Danach treffen sich die Bürger um 15 Uhr an der unteren Bushaltestelle in Neuensorg, eine halbe Stunde später erfolgt der Abmarsch mit Transparenten vom Herrenteich in Richtung VfR-Sportheim.
Auch Oldtimer-Traktoren sollen zum Einsatz kommen.

Gegen 16 Uhr ist eine Kundgebung geplant, bei der auch Vertreter der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik zu Worten kommen sollen. Der Rückmarsch ist gegen 17 Uhr vorgesehen. Die Demo klingt dann auf dem Biohof Ruppert in der Friedrichstraße aus. Für die Kinder ist dort ein Bolzturnier geplant.


Brief an Barbara Stamm


Fritz Ruppert verwies bei der Abschlussbesprechung auch auf das jüngste Schreiben an die Präsidentin des Bayerischen Landtages, Barbara Stamm. Darin habe die Bürgerinitiative zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei der Region um Marktleugast um "ein schönes Stückchen Erde" handelt, das seinesgleichen suche, aber leider nicht von wirtschaftlichem Reichtum gesegnet sei. In dem Schreiben hieß es weiter: "Diese Region hat durch das große Engagement von Altlandrat Herbert Hofmann sowie unseres derzeitigen Landrates Klaus Peter Söllner durch viele positive Maßnahmen für Tourismus und ländliche Entwicklung endlich die Chance, sich positiv zu entwickeln, um junge Menschen hier zu halten oder sogar zurückzuholen, wie bereits an ersten Erfolgen sichtbar wird. Durch die derzeitigen Planungen für den Ersatzneubau des Ostbayernrings soll jedoch gerade das Gebiet um Neuensorg durch eine Monsterstrasse durchschnitten werden."

Damit die anfänglichen Erfolge im Bereich Tourismus und ländliche Entwicklung "nicht wieder im Keime erstickt werden", baten die Neuensorger Stamm, gemeinsam mit ihrer Parteifreundin Emmi Zeulner, Landrat Söllner und dem gesamten Kreistag das Pilotvorhaben für den Einsatz von Erdkabel im Bereich des Ostbayernrings für den Teilabschnitt von Traindorf bis Neuensorg zu unterstützen.


Hoffnung auf ein Pilotprojekt


"Wegen der unmittelbaren Nähe zu den bestehenden Häusern ist ein Pilotprojekt machbar. Was für den Wahlkreis von Bundesminister Sigmar Gabriel möglich ist, sollte auch für uns machbar sein", schrieben die Neuensorger weiter.

Unklar ist für die Bürgerinitiative derzeit noch, ob man sich mit dem Ostbayernring in der Planfeststellung oder in der Raumordnung befindet. Doris Ruppert-Weichert: "Wir haben darüber noch keine Information. Wir haben mehrfach geschrieben und wollten wissen, was Sache ist, aber wir haben keine Antwort bekommen."


"Unsere einzige Chance"


"Unsere einzige Chance ist, auf die Straße zu gehen. In Deutschland bekommst du nur Recht, wenn du auf die Straße gehst", ergänzte Fritz Ruppert.

Obmann Bruno Tittel vom Frankenwaldverein unterstützt die Initiative. Die Natur dürfe nicht kaputt gemacht werden.

MdB Zeulner betonte, dass sie sich im Bundestag für die Erdverkabelung stark gemacht habe, was Bürgermeister Franz Uome ausdrücklich lobte. Rei.

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