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Höferänger
Fusion

Neu im Mai: Das wird die VR-Bank Oberfranken Mitte

Über das Bankenbündnis Kulmbach-Kronach müssen aber erst noch die Genossenschaftsmitglieder abstimmen.
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Der Name verschindet: Aus der Kulmbacher Bank wird nach der Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt die VR-Bank Oberfranken Mitte. Foto: Stephan Tiroch
Der Name verschindet: Aus der Kulmbacher Bank wird nach der Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt die VR-Bank Oberfranken Mitte. Foto: Stephan Tiroch
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Alles neu macht der Mai, sagt der Volksmund. Eine Redewendung, die heuer besonders für die Kulmbacher Bank gilt: Denn bei der Vertreterversammlung am 15. Mai stimmen die Mitglieder über die Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt ab. Bereits fünf Tage zuvor entscheiden die Kronacher Genossen.


Deutliches Signal erwünscht

Um die Kulmbach-Kronacher Allianz zu schmieden, ist in beiden Fällen mindestens 75 Prozent Zustimmung notwendig. "Wir wünschen uns natürlich ein Signal mit noch größerer Mehrheit", sagte Bankvorstand Stephan Ringwald am Montag im Hotel Dobrachtal.

Das Bankenbündnis soll am 24. Juni auch technisch realisiert werden. Spätestens dann wird der alte Name verschwinden: aus der Kulmbacher Bank wird dann die VR-Bank Oberfranken Mitte eG.


"Position der Stärke"

Vorstand Dieter Bordihn erklärte zum Fusionsprojekt mit Kronach: "Es läuft planmäßig. Wir sind überzeugt, in der größeren Einheit die Herausforderungen besser bewältigen zu können und die Ertragskraft der Bank zu stärken. Aus einer Position der Stärke heraus können wir jetzt den Wandel gestalten."

Dabei sind die Herausforderungen durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, durch zunehmende Regulierungen der EU und durch die Digitalisierung für die Banken nicht gerade klein. Im Gegenteil - aber die Kulmbacher Bank sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt.


Null Zinsen bis 2019

Zum Beweis dafür präsentierten die Bankvorstände für 2016 eine Jahresbilanz "mit einem hervorragenden Gesamtbetriebsergebnis", so Bordihn. Sein Kollege sprach von schwierigen Rahmenbedingungen. Problematisch sei vor allem die Null-Zins-Politik, die EZB-Präsident Mario Draghi bis zum Ende seiner Amtszeit 2019 beibehalten will. "Bei uns ist es aber nicht so, dass man für Guthaben Zinsen bezahlen muss", sagte Ringwald. Kennzahlen wie die moderate Steigerung der Bilanzsumme auf 23,8 Millionen Euro und des betreuten Kundenvolumens auf 1,24 Milliarden Euro sowie der Zuwachs auf knapp 19.000 Mitglieder zeigen nach seinen Worten, dass die Kulmbacher Bank erfolgreich gewirtschaftet hat.

Ringwald freute sich, dass die Beratungskompetenz der Kulmbacher Bank im Privatkundengeschäft hervorragend bewertet wird: "Kompliment an die Mitarbeiter." Bei bayernweiten Tests habe man als eine der besten Banken abgeschnitten. Die 158 Mitarbeiter, davon zwölf Auszubildende sind laut Bordhin "unser wichtigstes Potenzial. In deren Fortbildung investieren wir ständig."


Keine Kündigungen

Weiter versicherte er, dass es fusionsbedingt keine Kündigungen und keine Geschäftsstellenschließungen geben wird. Allerdings gehe der Trend zur Digitalisierung immer weiter, Internet- und Mobilbanking nehme zu. Dem trage die Kulmbacher Bank Rechnung. "Was die Internetbanken anbieten, haben wir auch. Aber wir können mehr. Unsere Stärke sind Präsenz und Beratung vor Ort." Über den Fortbestand jeder der aktuell 18 Geschäftsstellen entscheide letztlich die Kundenfrequenz.


Zahlen und Daten

Bilanzsumme 723,8 Millionen Euro (+ 2,0 Prozent)

Kundeneinlagen 574,3 Millionen Euro (+ 3,4 Prozent)

Mitarbeiter 158, davon zwölf Auszubildende

Filialen 18

Kunden 39.900 (- 200)

Mitglieder 18.951 (+ 164)

Dividendenvorschlag 3 %

Information Ortsversammlungen 29. März Kommunbräu (Hauptstelle); 30. März Kommunbräu (Hansaviertel, Höferänger); 4. April TSV 08 (Melkendorf, Weiher); 5. April Turnhalle Ludwigschorgast (Ludwigschorgast, Neuenmarkt, Wirsberg); 6. April Sportheim Motschenbach (Mainleus, Kasendorf); 25. April Schüztenhaus Thurnau (Thurnau, Kasendorf); 27. April Turnhallle Trebgast (Trebgast, Harsdorf, Himmelkron, Lanzendorf); 2. Mai Schützenhaus Untersteinach (Untersteinach); 4. Mai Gasthaus Weisath (Rugendorf, Stadtsteinach); Beginn immer um 19 Uhr.

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