Nach außen war von einer Krise nichts spürbar, doch hinter den Kulissen hat es beim Kulmbacher Kunstverein in den vergangenen Monaten gebrodelt. Der Grund: Meinungsverschiedenheiten zwischen Vorstand und Beirat. "Der Vorstand hatte andere Vorstellungen als die Künstler, die für das Inhaltliche zuständig waren, aber nur beratend tätig sein und nicht entscheiden durften", so Cornelia Morsch, Initiatorin des Vereins und bisherige Beiratssprecherin.
Die Trennung der Kompetenzen war bei der Gründung des Vereins vor eineinhalb Jahren gewollt, "doch sie hat sich einfach nicht bewährt", sagt Morsch. "Zwei Gremien mit unterschiedlichen Zuständigkeiten produzieren zu lange Wege und zu viel Reibung." Das Ergebnis war, dass schließlich einige Beirats- und Vorstandsmitglieder ihre Ämter niederlegten.

Die Teamarbeit muss stimmen


Um das Problem zu lösen, wurden bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Satzung geändert und der Vorstand neu gewählt. Jetzt sind die Wogen wieder geglättet, und es geht konstruktiv weiter, freut sich Horst-Hermann Hofmann, alter und neuer Vorsitzender des Vereins. Es gibt keinen Beirat mehr, im Vorstand arbeiten Künstler und Nicht-Künstler jetzt direkt zusammen. Hofmann: "Die Teamarbeit muss stimmen. Das ist wichtig."
Cornelia Morsch und der neue stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Martin sind überzeugt davon, dass mit der Satzungsänderung die Weichen für eine positive Weiterentwicklung gestellt sind. Die Neuorganisation habe dem Verein nicht geschadet - im Gegenteil: "Das hat eine Erneuerung bewirkt."

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