Wonsees
Umwelt

Mülldeponien Schirradorf und Wonsees sollen untersucht werden

Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Mülldeponien in Wonsees und Schirradorf nicht so harmlos sind wie immer gedacht.
Artikel drucken Artikel einbetten
Früher landete alles auf Deponien, die dann später oft einfach verfüllt wurden. Oft ist deshalb heute noch der Boden in diesen Bereichen kontaminiert. Foto: Archiv
Früher landete alles auf Deponien, die dann später oft einfach verfüllt wurden. Oft ist deshalb heute noch der Boden in diesen Bereichen kontaminiert. Foto: Archiv
Wie in fast jeder Kommune gab es in den 70er Jahren auch in Wonsees und Schirradorf Mülldeponien. "Das waren keine großen Deponien, sondern eben Deponien, die auf die Menschen in Wonsees und in Schirradorf ausgelegt waren", erklärt Bürgermeister Andreas Pöhner. Vor zwei Jahren hatte das Wasserwirtschaftsamt Grundwasseruntersuchungen rund um die Mülldeponien veranlasst, um festzustellen, ob von den Deponien erhöhte Schadstoffbelastung oder möglicherweise erhöhte Belastung mit Pflanzenschutzmitteln oder ähnlichen Dingen ausgeht.

"Es ist auch eine historische Erkundung gemacht worden", erklärt Pöhner. Das bedeutet: Menschen wurden befragt, was auf den Deponien abgelagert worden ist.

Die Ergebnisse waren so, dass man davon ausgehen musste, dass von den Deponien möglicherweise Schadstoffbelastungen ausgehen könnten. Denn früher wurde auf beiden Deponien Hausmüll und Bauschutt abgelagert.
So beraumte das Wasserwirtschaftsamt ebenfalls auf eigene Kosten eine sogenannte orientierende Erkundungsuntersuchung an.

Die Firma Heka Technik Geo und Umwelt GmbH wurde eingeschaltet. Achim Kappes und Peter Heerlein informierten die Wonseeser Räte ausführlich über die Ergebnisse. Problematisch seien vor allem teerhaltige Baustoffe. Es sei nicht auszuschließen, dass Schadstoffe aus den alten Deponien austreten könnten.

Eine lange Diskussion entbrannte. Die Gemeinderäte diskutierten über mögliche Folgen, über Kosten, über Maßnahmen. Es könnte sein, dass die Deponien abgedichtet oder abgetragen werden müssen.

Als Nächstes, votierten die Wonseeser Räte einstimmig, soll erst einmal ein Zuschussantrag an den GAP-Fonds gestellt werden. Doch die Augen möchte niemand verschließen. In jedem Fall sollen weitere Bohrungen, die Gewissheit bringen sollen, was wirklich in den Deponien drinsteckt, beauftragt werden. Allerdings erst in einem zweiten Schritt, um keine Fördernachteile zu erwirken, waren sich die Räte einig. Die Kosten für weitere Untersuchungen werden sich für die Wonseeser Deponie wohl auf 13 000 Euro belaufen, für die Schirradorfer Deponie auf 7000 Euro.

Kommentare (2)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren