Marc Benker (CSU) brachte das Thema am Donnerstagabend zum Schluss der Gemeinderatssitzung zur Sprache: "Inzwischen haben wohl alle Gemeinderäte Hausbesuch von einer besorgten Anwohnerin erhalten."
Der Fraktionsvorsitzende hielt es im Hinblick auf die anstehenden Beratungen für notwendig, dass sich das Gremium von neutraler Seite über die Möglichkeiten und Risiken aufklären lässt. Dies sollte möglichst im Rahmen einer Informationsveranstaltung geschehen, bei der sich auch die Bürger einbringen und ihre Bedenken vortragen können.

"Ein wenig die Hände gebunden"


Stellvertretender Bürgermeister Nikolaus Ott (SPD) machte deutlich, dass diese Thematik in der Gemeinde schon immer eine große Rolle gespielt hat. Dabei sei die Bürgerschaft immer in anstehende Entscheidungen einbezogen worden. Ott: "Es gibt nichts Schlimmeres, als im Verborgenen zu handeln. Leider sind dem Gemeinderat aber auch ein wenig die Hände gebunden."
Brigitte Müller (FW) fand es nicht in Ordnung, dass die Bundesregierung munter weiter Lizenzen verkauft, ohne das Ergebnis der Forschung abzuwarten. "Ich freue mich, dass jetzt auch von der Basis Widerstand kommt. Die Gesundheit unserer Bürger sollte im Vordergrund stehen", so Müller.
Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) kündigte ein Gespräch mit einem Vertreter der Firma Vodafone im Rathaus an.
Auf Anregung von Marc Benker werden daran auch die Vertreter der einzelnen Gemeinderatsfraktionen teilnehmen. Tischhöfer: "Das ist ein wichtiger Punkt und wir haben hier schon immer mit offenen Karten gespielt."
Marc Benker machte noch den Vorschlag, auch den ASV, Marktschorgast auf dessen Grundstück die Sendeanlage steht, einzubeziehen.