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Mitten in Kulmbach: So schön wird die neue Au

Der Umbau der Flutmulde mit verbessertem Hochwasserschutz für die Blaich geht dem Ende entgegen: Es entsteht eine naturnahe Erholungslandschaft.
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Blick nach Westen - so soll die neue Au an der naturnahen Flutmulde aussehen. Visualisierung: Wasserwirtschaftsamt Hof
Blick nach Westen - so soll die neue Au an der naturnahen Flutmulde aussehen. Visualisierung: Wasserwirtschaftsamt Hof
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Diese Bilder haben die Einwohner der Blaich noch vor Augen: Als das Wasser der Flutmulde durch die Regenfälle am 27. und 28. Mai 2006 bis zur Dammkrone gestiegen ist. "Das Hochwasser damals hat uns Angst gemacht", sagte Jörg Kunstmann (CSU), der wie sein SPD-Kollege Hans Werther ("Bei uns lief dreimal der Keller voll") in der Blaich wohnt.


Für die Stadt "ein Schnäppchen"

Damals hat die Stadt reagiert und zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof eine Planung auf den Weg gebracht, um den Hochwasserschutz in der Blaich zu verbessern und gleichzeitig die Flutmulde naturnah umzugestalten. "Insgesamt ein Projekt mit Gesamtkosten von 15 bis 17 Millionen Euro", so Oberbürgermeister Henry Schramm. "Für uns aber ein Schnäppchen", denn der städtische Anteil beläuft sich lediglich auf knapp eine halbe Million Euro.

In den vergangenen Monaten sind die Bauarbeiten entlang der Flutmulde weit fortgeschritten. Ertüchtigung des Dammes, Spundwände, neuer Geh- und Radweg sowie naturnahe Gestaltung des Wasserlaufs - nun ist ein Ende in Sicht ist.


Eine Art Auwald

Nach Auskunft von Andrea Künzl vom Wasserwirtschaftsamt Hof rücken im Frühjahr die Landschaftsgärtner an. Man werde eine Art Auwald anpflanzen sowie Solitärbäume und Kletterplanzen zur Begrünung der Spundwand, sagte Künzl, die zur Stadtratssitzung auch Bilder mitgebracht hatte, wie das Landschaftsbild einmal aussehen soll.

"Es wird ein wunderbares Erholungsgebiet mitten in Kulmbach", meinte OB Schramm. Er dankte den Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis, denn die Großbaustelle habe seit drei Jahren zum Teil erhebliche Belastung mit sich gebracht.


Mehr Lebensqualität

Der Spazierweg, so Werther, sei im vergangenen Jahr von den Menschen bereits rege genutzt worden. Frank Wilzok (CSU), auch ein Blaicher, lobte die Beleuchtung des Weges, und Kunstmann sprach von mehr Lebensqualität.

Dabei braucht die Stadt nicht zu befürchten, dass sie vielleicht doch noch tiefer in die Tasche greifen muss. Für die weiteren Baumaßnahmen in den nächsten Jahren - also die Hochwasserfreilegung des Purbach sowie der Abflussgraben am Pörbitscher Hang - ist laut Abteilungsleiterin Künzl allein der Freistaat zuständig und trägt daher auch die Kosten.
 


Weiher: Anwohner bleiben weiter wachsam

Das umstrittene Neubauprojekt in der Friedrich-Schönauer-Straße 45 wird zur Hängepartie. In der Stadtratssitzung, die von vielen Anwohnern aus Weiher verfolgt wurde, gab es gestern keine Entscheidung. Denn der Himmelkroner Investor Wolfgang Aßmann zog seinen Bauantrag zurück. Für die Anwohner bedeutet dies, so Bernd Rosemann, weiter wachsam zu bleiben. Man müsse die neue Planung abwarten.

Wie berichtet,hatte sich im Vorfeld Widerstand gegen den Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern mit je neun Wohneinheiten sowie 18 Garagen und neun Stellplätzen formiert. Nach Ansicht zahlreicher Nachbarn ist die Planung mit vier Geschossen überdimensioniert und an dieser Stelle deplatziert.Beim Ortstermin des Bauausschusses hatten sie über 100 Protestunterschriften übergeben.

Oberbürgermeister Henry Schramnm ließ durchblicken, dass der Stadtrat den Bauantrag nicht genehmigen werde. Das Projekt sei "zu massiv", so die Meinung aller Fraktionen. Schramm wiederholte seinen Kompromissvorschlag, auf das oberste Geschoss zu verzichten und ein Pultdach vorzusehen, "damit da draußen der Friede wiederhergestellt wird".

Der Bauträger tendiert offenbar zu einem Schopfwalmdach und will den Bau tiefer setzen. Damit sollen etwa drei Meter Höhe weggenommen werden.


Am Galgenberg geht was

Dagegen bekam die Baufirma Göhl, Mainroth, eine positive Reaktion auf ihre Voranfrage. Sie will am Fuß des Galgenbergs ein Gebäude mit zehn Wohnungen errichten. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens müssten natürlich noch die Nachbarn gehört werden. Außerdem seien mehr als die geplanten 14 Stellplätze erforderlich.
 


Uwe Franke wird neuer Kreisheimatpfleger

Der frühere städtische Kulturreferent Ruprecht Konrad gibt aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Kreisheimatpfleger für den Bereich der Stadt Kulmbach nach 22 Jahren ab. Uwe Franke soll sein Nachfolger werden. Der Restaurator aus Wernstein, so Oberbürgermeister Henry Schramm, habe bei der Sanierung des Rathauses und des Roten Turms mitgewirkt und wertvolle Arbeit geleistet. Der Stadtrat stimmte geschlossen zu. Die Ernennung Frankes zum Kreisheimatpfleger sei eine Bereicherung für die Stadt Kulmbach.
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