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Kupferberg
Verwaltung

Martin Betz leitet die Wahl

Nach dem Tod von Hans-Joachim Hösch müssen die Kupferberger am 17. Januar einen neuen Bürgermeister bestimmen. In der Stadtratssitzung am Dienstagabend wurden dafür die ersten Weichen gestellt.
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Wer wird neuer Chef im Kupferberger Rathaus? Das sollen die Einwohner der Stadt am 17. Januar 2016 entscheiden.  Foto: Archiv/Erwin Weber
Wer wird neuer Chef im Kupferberger Rathaus? Das sollen die Einwohner der Stadt am 17. Januar 2016 entscheiden. Foto: Archiv/Erwin Weber
Am 17. Januar 2016 müssen die Kupferberger einen Nachfolger für den kürzlich verstorbenen Bürgermeister Hans-Joachim Hösch wählen, der dann die Geschicke der kleinen Bergstadt für den Rest der aktuellen Wahlperiode (2014 bis 2020) lenken wird. Der Kupferberger Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig den Geschäftsstellenleiter der VG Untersteinach, Martin Betz, zum Leiter der Bürgermeisterwahl bestellt. Seine Stellvertreterin ist Theresa Schott.
In Zusammenhang mit der anstehenden Neuwahl des Stadtoberhauptes legte der Stadtrat fest, derzeit nicht von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, eine Neubesetzung der Ausschüsse und weiterer Gremien vorzunehmen.
Es wird zunächst die Bürgermeisterwahl abgewartet und danach erst über Neu- und Umbesetzungen entschieden.
Zu Beginn der Kupferberger Stadtratssitzung am Dienstagabend widmeten Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda, die Rats- und Verwaltungsmitglieder sowie die anwesenden Gäste und Zuhörer dem kürzlich verstorbenen Bürgermeister Hans-Joachim Hösch ein ehrendes Gedenken.
Einstimmig wurde in der Sitzung der Haushalt der Hospitalstiftung verabschiedet. Der Haushalt 2015 der Hospitalstiftung Kupferberg hat ein Gesamtvolumen von 599 071 Euro. Der Verwaltungsansatz umfasst Einnahmen und Ausgaben von 327 108 Euro und der Vermögensetat von 271 963 Euro. Zur Haushaltsdeckung ist eine Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt in Höhe von 22430 Euro notwendig. Einmütige Zustimmung erging auch zur Finanzplanung bis 2017.
In ihrer Eigenschaft als Stiftungsräte der Hospitalstiftung Kupferberg nahmen die Stadtratsmitglieder einstimmig von der Vorlage des Jahresabschlusses 2014 durch VG-Kämmerer Harald Kleiber Kenntnis. Der Verwaltungshaushalt schließt in den Einnahmen und Ausgaben mit 307 949 Euro und der Vermögenshaushalt mit 349 171 Euro ab. Es war eine Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt in Höhe von 41 432 Euro erforderlich. Die Rücklage hatte zum 31. Dezember 2014 ein Volumen von 374 175 Euro.


Votum für Wiesengräber

Nochmals Thema war bei der Ratssitzung am Dienstag der Antrag von Stadtrat Volker Matysiak (SPD) auf Anlegung von Wiesengräbern auf dem städtischen Friedhof. Hierzu stellte Stadtrat Karl Schott (CSU) seinen Vorschlag auf Aufstellung von Urnenstelen vor. Nach einer ausführlichen Diskussion entschied sich der Stadtrat letztendlich mit sechs zu fünf Stimmen für die günstigere Variante der Wiesengräber. Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) bedankte sich bei Karl Schott und Volker Matysiak für die Vorbereitung.
Wie Kolenda bekannt gab, wird die Laienspielgruppe "Die Berchler" wieder in den ersten drei Wochen des Januar 2016 zu deftiger Theaterkost in die Kupferberger Stadthalle einladen. Der genaue Spielplan wird in den nächsten Wochen veröffentlicht. Am Sonntag, 10. Januar, findet die VdK-Benefiz-Aufführung statt.


Thema Trinkwasserversorgung

Kupferberg — Breiten Raum nahm am Dienstagabend die zukünftige Trinkwasserversorgung des Hauptortes Kupferberg und des erstmaligen Anschlusses des Ortsteiles Alte Schmölz ein. Zweiter Bürgermeister Alfred Kolenda (UKW) informierte die Gremiumsmit glieder über Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof, das grundsätzlich nur eine Förderung für den erstmaligen Anschluss der Alten Schmölz an die öffentliche Wasserversorgung in Aussicht stellt. Dies wurde von der Verwaltung bereits beantragt.
Matthias Ott vom A + I Ingenieurbüro aus Neudrossenfeld stellte dem Stadtrat erste Planungen vor. Er sagte aus, dass auch die Wasserlieferung von Stammbach-Gundlitz an Kupferberg mit einer 150 mm-Leitung über die Alte Schmölz zum Hochbehälter Galgenberg im freien Gefälle und ohne den Einsatz von Energie erfolgen würde.
Die voraussichtlichen Kosten vom Übergabeschacht der Stammbacher Wasserversorgung in Gundlitz bis zur Alten Schmölz bezifferte Ott mit 333 000 Euro, die Weiterführung bis zum Hochbehälter Galgenberg verschlinge nochmals 207 000 Euro. Zusätzlich sind noch 60 000 Euro an Nebenkosten zu kalkulieren, sodass sich die Gesamtkosten auf rund 600 000 Euro summieren. VG-Geschäftsstellenleiter Martin Betz gab bekannt, dass die Förderung für den Erstanschluss der Schmölz 1 275 000 Euro beträgt, damit also 475 000 Euro von der Stadt Kupferberg zu tragen sind. Diese Summe müssten die Haus- und Grundstücksbesitzer durch Erstbeträge (Alte Schmölz) sowie durch Verbesserungsbeiträge aufbringen. Für die Schaffung des zweiten Standbeines müssten also pro Haushalt rund 1000 Euro bezahlt werden.
Anke Emminger (SPD) sah sich nicht in der Lage, über das Gehörte bereits einen Beschluss zu fassen. Sie plädierte dafür, die Entscheidung auf die Oktobersitzung zu vertagen. Der Stadtrat trat deshalb in einen nichtöffentlichen Teil - die Zuhörer mussten den Sitzungssaal verlassen - ein, der 35 Minuten dauerte. Zur Beschlussfassung kam es trotzdem nicht, weil noch weitere Gespräche nötig seien. kpw
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