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Neuenmarkt
Gemeinderat

Lob und Kritik bei der Verabschiedung

Gleich zehn Gemeinderatsmitglieder wurden am Mittwochabend bei der letzten Arbeitssitzung des Neuenmarkter Gemeinderats von stellvertretendem Bürgermeister Alfred Faßold (SPD-Offene Liste) verabschiedet. Doch es gab nicht nur Lob und Anerkennung, sondern auch kritische Worte.
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Die ausscheidenden Gemeinderäte von Neuenmarkt. Stellvertretender Bürgermeister Alfred Faßold (vorne, links) gratuliert hier Hermann Mohr, der mit 36 Jahren dem Gremium am längsten angehörte. Foto: Werner Reißaus
Die ausscheidenden Gemeinderäte von Neuenmarkt. Stellvertretender Bürgermeister Alfred Faßold (vorne, links) gratuliert hier Hermann Mohr, der mit 36 Jahren dem Gremium am längsten angehörte. Foto: Werner Reißaus
Von den zehn Mitgliedern des Gremiums waren sechs nicht mehr zur Wiederwahl angetreten, drei wurden nicht wiedergewählt. Wolfgang Hörath verzichtete aus beruflichen Gründen auf sein erneutes Mandat.

Mit einer Gemeindeuhr und einem Händedruck von Alfred Faßold wurden folgende Männer und Frauen verabschiedet: Günter Fuchs (SPD-Offene Liste, 24 Jahre Gemeinderat), Reinhold Hahn (CSU/WG, zwölf Jahre), Wolfgang Hörath (CSU/WG, 18 Jahre), Michael Horter (SPD-Offene Liste, 18 Jahre), Gudrun Knörrer (SPD-Offene Liste, sechs Jahre), Max Königsdorfer (FW, zwölf Jahre), Heide Lerner (SPD-Offene Liste, zwölf Jahre), Hermann Mohr (CSU/WG, 36 Jahre), Otfried Reißaus (SPD-Offene Liste, 24 Jahre), Karlheinz Warzecha (SPD-Offene Liste, 18 Jahre).

"Bleibende Verdienste erworben"

Allen ausscheidenden Mitgliedern des Gemeinderats bescheinigte der
stellvertretende Bürgermeister, dass sie sich in ihrer Amtszeit bleibende Verdienste erworben haben: "Sie haben mit Herz und Verstand für unsere Gemeinde und deren Bürger gearbeitet. Sie haben viel Zeit und mitunter auch Nerven geopfert", so Faßold, der stichpunktartig auf die vielen Projekte und Beschaffungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren einging. Er verwies darauf, dass mit Hermann Mohr ein Urgestein des Neuenmarker Gemeinderats aufgehört hat, der immerhin über einen Zeitraum von 36 Jahren im Gremium mitgewirkt und die Kommunalpolitik in der Gemeinde Neuenmarkt maßgebend mit beeinflusst habe.

Hermann Mohr dankte namens aller ausscheidenden Gemeinderäte für die Verabschiedung: "Es ist vorbei, jetzt ist erst einmal Aufschnaufen angesagt." Im Blick zurück verwies Mohr auf eine Reihe wichtiger Entscheidungen, die notwendig gewesen seien, um die Gemeinde Neuenmarkt weiter nach vorne zu bringen. So erinnerte er an die Auflösung der damaligen Verwaltungsgemeinschaft Neuenmarkt-Wirsberg mit den Gemeinden Neuenmarkt, Wirsberg, Himmelkron und Marktschorgast oder die Kampfab-stimmung über den Sitz des Rathauses. Hermann Mohr: "Wir waren mit Herzblut dabei, und wir haben die Arbeit im Gemeinderat auch zum Teil zu unseren persönlichen Anliegen ge-macht. Es hat Auseinandersetzungen gegeben, und es ging manchmal auch hoch her, aber wir haben uns nachher immer in der Gastwirtschaft zusammengesetzt. 36 Jahre waren eine schöne Zeit, aber die letzten sechs Jahre haben keinen Spaß gemacht. Ich hoffe aber, dass es wieder so geht, wie es einmal gewesen ist, denn es ist nicht gut für die Gemeinde. Derartige Probleme müssen nicht sein und es sollte die Kraft dafür verwendet werden, um die Gemeinde vorwärts zu bringen."

Mohr dankte auch der Verwaltung, würdigte die gute Zusammenarbeit über all die Jahre und lud das Gremium noch zu einer Brotzeit ein.

Gerne etwas "vornehmer"

Für die Fraktion der Freien Wähler würdigte Klaus Zahner die Zusammenarbeit: "Es wurde über Jahrzehnte eine tolle Arbeit geleistet. Wir haben uns auch gezofft, aber im konstruktiven Sinne, und danach herrschte wieder Friede." Zahner sprach das aus, was viele dachten: "Ich hätte mir einen etwas vornehmeren Abschied für diese Gemeinderäte gewünscht."

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