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Kulmbach
Konzert

Leidenschaft für klassische Musik

Junge Künstler der Städtischen Musikschule zeigten in einem beeindruckenden Konzert ihr Können. Es waren die Preisträger von "Jugend musiziert".
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Fabia-Leontiné von Delius beeindruckte durch ihren kraftvollen Gesang. Sie wurde am Klavier von Irene Hegen. Foto: Katharina Müller-Sanke
Fabia-Leontiné von Delius beeindruckte durch ihren kraftvollen Gesang. Sie wurde am Klavier von Irene Hegen. Foto: Katharina Müller-Sanke
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Es war ein wunderschönes Konzert von jungen Menschen, die für klassische Musik eine echte Leidenschaft haben. Die Preisträger von "Jugend musiziert 2017" haben am Sonntag in der Dr.-Erich-Stammberger-Halle unter dem Motto "Junge Künstler im Konzert" ein Konzert gegeben. Und das war wirklich beeindruckend.
Um den talentierten Nachwuchs muss sich die Städtische Musikschule Kulmbach offenbar keine Sorgen machen. 13 junge Künstler zeigten ihr Können. Eröffnet wurde das Konzert vom Trompetenquartett, danach zeigten fünf junge Pianistinnen, drei Sopranistinnen und ein Gitarrist ihr Können.


Trompetenquartett

Das Trompetenquartett aus Felix Biedermann, Yannik Hall, Luise Heckel und Julian Neubrand spielte Marche & Valse von F.G.A. Dauverné, Marlene Anhut am Klavier überzeugte mit Chopins Frühling und Gretchaninoffs "Der kleine Gernegroß". Auch die Schwestern Sophia und Laura Meile zeigten jeweils am Klavier ihr Können und überzeugten mit ihrem einfühlsamen Spiel. Vor allem Laura Meiles Spiel von Prelude cis-Moll Op. 3.2 von Rachmaninoff war beeindruckend. Ihre jüngere Schwester Sophia Meile berührte die Zuschauer unter anderem mit der Sonate in G-Dur von A. Scarlatti. Ofelia Guliyeva hatte sich mit The Cat and the Mouse und "Die Lerche" besonders moderne Stücke erwählt und brachte damit nochmal etwas Abwechslung ins Programm. Die Zuschauer schauten gespannt auf die schnellen Finger. Wunderbar. Fiona Friedrich schloss den Konzertabend unter anderem mit Variationen über Trauerwalzer von Schubert op. 12 As-Dur von C. Cerny ab.
Zwischen den Klavierstücken überzeugten noch mehrere Sopranistinnen. Zum Beispiel Fabia-Leontiné von Delius. Mit ihrem ausdrucksstarken Gesang unterhielt sie mit der sapphischen Ode von Brahms und mit Mozarts "Meine Liebsten schöne Wangen". Auch Eva Emtmann zeigte als Sopran eine hervorragende Leistung. In ihrer Stimme liegt eine wunderschöne und unverwechselbar tiefe Klangfarbe. Sie hatte sich ein sehr schweres Stück: "Where is love?" aus dem Musical Oliver ausgesucht. Der häufige Wechsel von der Brust- in die Kopfstimme war eine echte Herausforderung, die sie aber gut gemeistert hat. Außerdem sang sie "Schlösser, die im Monde liege" aus der Operette "Frau Luna" von Paul Lincke.
Als Gast-Sopranistin aus Bayreuth war Scarlett Rani-Adler zu hören. Sie sang mit voller und klarer Stimme O, mio babbino caro aus der Oper "Gianni Schicchi" und "Meine Lippen, sie küssen so heiß" aus der Operette Giuditta. Vinzenz Ständner war der einzige männliche Solokünstler und spielte auf der Gitarre mehrere zeitgenössische Stücke: "Fingerstyle Blues", "Delta Blues in E" und "Europe".
Begleitet wurden die Sängerinnen jeweils von Irene Hegen. Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen an der Städtischen Musikschule Kulmbach sind Barbara Baier (Gesang), Renate von Hoersten (Klavier), Gerald Nienaber (Gitarre) sowie Musikschulleiter Harald Streit für die Trompeten. Unter den Gästen waren Frank Wilzok, der Oberbürgermeister Henry Schramm vertrat und das Ehepaar Ruckdeschel, das bereits mehrere der jungen Künstler mit dem Ruckdeschel-Preis ausgezeichnet hat.

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