Trebgast
25. Todestag

Kurt Held - ein volkstümlicher Politiker

Der Todestag des früheren Trebgaster Bürgermeisters und Landrats Kurt Held jährte sich am Montag zum 25. Mal. Seine Heimatgemeinde hat ihm viel zu verdanken. Und sein ausgeprägter Sinn für Humor war in ganz Bayern bekannt.
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Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Werner Diersch gedachten des 25. Todestages von Kurt Held. Foto: Dieter Hübner
Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Werner Diersch gedachten des 25. Todestages von Kurt Held. Foto: Dieter Hübner
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Der Trebgaster Ehrenbürger starb am 18. Januar 1991 im Alter von 74 Jahren. Landrat Klaus Peter Söllner und Bürgermeister Werner Diersch gedachten am Grab im Trebgaster Friedhof des Verstorbenen und legten Blumengebinde nieder.

Von Beruf Rektor an der damaligen Volksschule in Trebgast, war Kurt Held von 1952 bis 1970 Erster Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, von 1956 bis 1970 stellvertretender Landrat und von 1970 bis 1984 Landrat des Landkreises Kulmbach.

"In die Zeit von Kurt Held als Landrat fiel unter anderem die große Gebietsreform von 1972 mit der Eingemeindung des Landkreises Stadtsteinach", erinnerte Klaus Peter Söllner. "Kurt Held war der erste Landrat des neuen großen Landkreises, wie er heute noch besteht."


Ehrenbürgerschaft verliehen

Bürgermeister Werner Diersch würdigte Kurt Held als eine große Persönlichkeit.
"Trebgast hat Kurt Held viel zu verdanken. Seine Heimatgemeinde verlieh ihm im Mai 1970 die Ehrenbürgerschaft." Einige seiner zukunftsweisenden Maßnahmen in seinen 18 Jahren als Bürgermeister waren die Gründung des gemeindlichen Kindergartens 1952, die Errichtung der Volksschule in drei Abschnitten von 1955 bis 1957, die Erschließung von drei Baugebieten mit der Errichtung von 140 Neubauten und die Anbindung von Michelsreuth.

Die Liste der Ehrenämter, die Kurt Held ausübte, ist lang. Kreisrat, Archivpfleger des Landkreises, Kreisheimatpfleger, Vorsitzender der Bürgermeister im Bayerischen Gemeindetag, Vorsitzender der Planungsregion Oberfranken Ost, Kreisverbandsvorsitzender des BRK, Vorsitzender des Bezirksverbandes oberfränkischer Sparkassen und des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Stadtsteinach, Mitglied im Verwaltungsrat weiterer kommunaler Gremien und Banken, Chorleiter des Gesangvereins Trebgast, sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied vieler örtlicher Vereine.


Ein "Gewürfelter"

Kurt Held, der am 14. August 1917 geboren wurde, hatte einen ausgeprägten Sinn für Humor und war dafür bayernweit als volkstümlicher Landrat bekannt. Seine Philosophie, die Menschen stets froh zu stimmen, fand am 11. November 1989 auch seine Würdigung in der Verleihung des Frankenwürfels, der als die höchste fränkische Auszeichnung für Menschen des typischen fränkischen Schlages gilt.

In seinem 1986 erschienenen Buch "Su nogeredt, Anekdoten aus dem Leben eines Landrats" hat Kurt Held seine amüsanten Erlebnisse und Begegnungen mit den Bürgern des Landkreises festgehalten.

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