Kupferberg
Stadtrat

Kupferberger Jugendheim wird zum Bauhof

Das ehemalige katholische Jugendheim in Kupferberg wird künftig als städtischer Bauhof genutzt. Mit großer Mehrheit hat der Kupferberger Stadtrat am Dienstag einer entsprechenden Nutzungsänderung zugestimmt. Lediglich Alexander Roth und Werner Stapf von der UKW votierten mit Nein.
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Der Bauhof zieht bald in das ehemalige Jugenheim in Kupferberg ein. Foto: Archiv/Matthias Beetzt
Der Bauhof zieht bald in das ehemalige Jugenheim in Kupferberg ein. Foto: Archiv/Matthias Beetzt
"Es gib keine negative Meinung der Anwohner zum Bauantrag der Stadt Kupferberg. Wir werden das Gebäude Schritt für Schritt herrichten und umbauen. Es ist auch beabsichtigt die jetzige Elektroheizung durch eine Gas- oder Pelletsheizung zu ersetzen", sagte Bürgermeister Hans-Joachim Hösch (CSU).


Schimmel wird beseitigt


Der Schimmelpilz soll laut Stadtoberhaupt durch eine Fachfirma beseitigt werden. "Wir werden möglichst viel in Eigenleistung machen", versicherte Markus Ott (CSU), der zugleich Bauhofleiter ist. Anke Emminger (SPD) fragte nach, wieviel Zeit für den Umbau eingeplant sei. "Drei Jahre", antworteten Markus Ott und Hans-Joachim Hösch übereinstimmend.

Wieder einmal kam im Stadtrat die Unterkunft der Soldatenkameradschaft Kupferberg zur Sprache. Bürgermeister Hösch sagte, er habe mit dem Vorsitzenden Peter Schmidt gesprochen. Dieser habe ihm gesagt, dass der Antrag zur Bereitstellung eines Zimmers in der ehemaligen Schule nicht von ihm, sondern von Rudolf Matysiak stamme. Die Kameradschaft verzichte auf das Zimmer in der Schule und wolle das im Rathaus beibehalten. Als Miete legte der Stadtrat fünf Euro im Monat, also 60 Euro pro Jahr fest.

Sehr nachdenklich stimmte das Gremium die Nachricht von Bürgermeister Hans-Joachim Hösch, dass in Marktleugast durch verschiedene Umstände - Auflassung einer Quelle sowie weitere neu angeschlossene Ortsteile - die Situation entstehen könnte, dass in heißen und trockenen Sommermonaten die Stadt Kupferberg nicht jederzeit mit Trinkwasser beliefert werden kann.


Andere Versorger?


Das würde bedeuten, dass für eine gewisse Zeit das in Kupferberg benötigte Wasser nur aus den beiden Hochbehältern zur Verfügung gestellt werden kann. Ob dieser Fall tatsächlich eintrete oder nicht und ob sich daraus tatsächlich Probleme ergeben, kann nach Mitteilung der Vertreter der Oberlandgemeinde abschließend erst durch den Betrieb beurteilt werden. Seitens des Marktes Marktleugast wurde bei der Besprechung aber immer wieder ausdrücklich betont, dass man weiter interessiert ist, die Stadt Kupferberg mit Trinkwasser zu beliefern.
Seitens der Verwaltung wurde empfohlen zu prüfen, ob andere Wasserversorger grundsätzlich bereit und in der Lage wären, einzuspringen. Dabei müsse auch die Frage geklärt werden, zu welchen Konditionen dies möglich wäre und welche Investition voraussichtlich anfallen würden. Auch müsse das Wasser alternativer Lieferanten mischbar mit dem Marktleugaster Wasser sein.

"An möglichen Alternativen sollten alle Stadträte mitarbeiten", sagte Hösch. Geschäftsstellenleiter Martin Betz betonte: "Diese Nachricht zwingt uns zum Handeln."

"Wir von der UKW sagten schon vor zehn Jahren, dass ein Vertrag mit Marktleugast abgeschlossen werden muss. Wir wurden immer wieder vertröstet", erklärte Harald Michel. "Uns nützt nichts, was vor 20 Jahren war, denn die Grundversorgung kann zusammenbrechen", hielt ihm Hösch entgegen.

Suche nach Alternativen

Der Stadtrat beschloss, dass man die Wasserversorgung aus Marktleugast beibehalten wolle. Unabhängig davon wurde der Bürgermeister Hans-Joachim Hösch beauftragt, mit Unterstützung eines Ingenieurbüros mögliche Alternativen zu erarbeiten und konkrete Lösungsvorschläge zu machen.


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