Kulmbach
Stadtbild

Kulmbachs Mitte: Der nächste Abbruch kommt bestimmt

Das Beispiel des ehemaligen Einkaufszentrums Kaufplatz zeigt, dass die Lebenszyklen von Gebäuden immer kürzer werden.
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Das ist noch nicht mal vierzig Jahre her: 1979 wurden die alten Mälzerei- und Mühlengebäude zwischen Gasfabrikgässchen und Holzmarkt abgebrochen, um Platz zu schaffen für den Kaufplatz. Und dessen Tage sind auch schon wieder gezählt. Foto: Archiv - Stephan Tiroch
Das ist noch nicht mal vierzig Jahre her: 1979 wurden die alten Mälzerei- und Mühlengebäude zwischen Gasfabrikgässchen und Holzmarkt abgebrochen, um Platz zu schaffen für den Kaufplatz. Und dessen Tage sind auch schon wieder gezählt. Foto: Archiv - Stephan Tiroch
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8000 Quadratmeter Nutzfläche, die nutzlos geworden ist: Der Kaufplatz in Kulmbach, erbaut 1980, steht seit fünf Jahren leer. Die Stadt hat den Betonklotz gekauft, um ihn abzubrechen. Denn Verkaufsflächen gibt es genug in Kulmbach. Damit verändert das Quartier zwischen Fritz-Hornschuch-Straße, Gasfabrikgässchen und Holzmarkt innerhalb weniger Jahre zum dritten Mal sein Gesicht.

Der Kaufplatz ist ein Beispiel dafür, dass die Lebenszyklen von Gebäuden immer kürzer werden. Der Anspruch, dass Häuser für die Ewigkeit gebaut werden, hat seine Gültigkeit verloren.

Erst 1979 wurden die Mälzerei- und Mühlengebäude abgebrochen, um Platz zu schaffen für das Einkaufszentrum. Dessen Tage sind auch schon wieder gezählt. Laut Stadt ist aber noch nicht entschieden, wann mit dem Abbruch begonnen wird. Entweder gleich im Frühjahr 2016 oder erst nach Abschluss der Sanierung von Zentralparkplatz und Tiefgarage.


Mälzerei und Mühle

Ehemals war das Stadtviertel am Mühlbach, der heute wieder Weißer Main heißt, von den massigen und mehrstöckigen Gebäuden und Lagerhallen der Mälzerei Christenn (historisches Foto, vorne) und der Beck-Mühle geprägt. Nach einer Phase des Leerstands rückte Anfang 1979 die Abrissbirne an und leistete ganze Arbeit. In der Folgezeit entstanden mehrere Neubauten. Die damalige Volksbank (jetzt Kulmbacher Bank) expandierte und baute einen Kundenparkplatz. Stadtbildprägend aber wurde vor allem das Kaufplatz-Gebäude mit einer Reihe von Geschäften und der Parkgarage.

Zur Neugestaltung des Areals wird nach dem Willen der Stadt ein städtebaulicher Ideenwettbewerb durchgeführt. Es ist an Wohnbe bauung und Grünflächen gedacht.

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