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Kulmbach
Urteil

Kulmbacher leert nach Unfall Weinflasche

Wegen Trunkenheit im Verkehr musste sich ein 49-jähriger Kulmbacher vor dem Amtsgericht verantworten. Er war nach einem Unfall im Graben gelandet und hatte dort eine Flasche Wein getrunken.
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Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa
Foto: Karl-Josef Hildenbrand dpa
"Nach dem Unfall ist vor dem Unfall" - so oder so ähnlich mag es sich ein 49-Jähriger wohl gedacht haben, nachdem sich sein Wagen bei Kasendorf überschlagen hatte. Denn der wegen Trunkenheit im Verkehr Angeklagte griff noch im Straßengraben wieder zu Martini und Wein, wo er doch erst vor dem Unfall mutmaßlich kleine Mengen konsumiert hatte. Er wurde allerdings letztlich von dem Vorwurf freigesprochen, da nicht genügend Beweise gegen ihn vorlagen.

Der Kulmbacher hatte nach eigenen Angaben am 14. Oktober des vergangenen Jahres einen Geschäftstermin in Heidelberg. Dort wurde bereits Sekt und Wein ausgeschenkt.


Wein und Martini getrunken

Zurück in Kulmbach wollte er zu einem Freund fahren, um ein Fußball-Länderspiel zu sehen, als er mit seinem Wagen bei Kasendorf eine Kurve unterschätzte und im Graben landete.

Daraufhin habe er in seinem Auto nach seiner Brille gesucht - bei Nacht sei er ohne diese prinzipiell blind. Er fand allerdings nur eine Flasche Wein sowie einen Martini.

Die Weinflasche leerte er nach eigenen Angaben zu ungefähr 75 Prozent, den Martini komplett. Über den Zeitpunkt des Unfalls konnte weder er noch die Polizei wegen des verspätet eingetroffenen Notrufs durch eine Gruppe von Jugendlichen genaue Angaben machen.

Auch exakte Aussagen zum Alkoholkonsum waren freilich sowohl von dem Angeklagten als auch von den als Zeugen vernommenen Polizeibeamten nicht zu bekommen.


Kein Nachweis möglich

Da dem Mann letztlich nicht nachgewiesen werden konnte, dass er bereits bei Antritt der Fahrt alkoholisiert gewesen war, sprach Richterin Sieglinde Tettmann ihn im Einklang mit den Anträgen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft frei.
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