Kulmbach
Tag des offenen Denkmals

Kulmbacher Rathaus älter als angenommen

Der Vorgängerbau des prächtigen Rokoko-Gebäudes stammt aus der Zeit um 1450.
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Aus der Zeit um 1450 - fünfzig Jahre früher als gedacht - stammt der Vorgängerbau des Kulmbacher Rathauses. Foto: privat
Aus der Zeit um 1450 - fünfzig Jahre früher als gedacht - stammt der Vorgängerbau des Kulmbacher Rathauses. Foto: privat
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Die dendrochronologische Untersuchung von Eichenpfählen, auf denen das Gebäude steht, hat ergeben, dass die Bäume zwischen 1443 und 1449 geschlagen worden sind. "Das heißt, wir müssen die Geschichte des Rathauses neu schreiben", erklärt Restaurator Uwe Franke. Seine Bauforschung hat ferner ergeben, dass das erste Ratsgebäude fast komplett erhalten ist : "Bei der Barockisierung um 1750 ist nichts weggerissen worden, sondern man hat die neue Fassade nur vorgeblendet."

Die Ergebnisse von Frankes Bauforschung und vieles mehr werden der Öffentlichkeit am Sonntag beim Tag des offenen Denkmals präsentiert. Baufachleute und Mitarbeiter der Verwaltung geben von 12 bis 17 Uhr Erläuterungen zu der Sanierung des Rokoko-Rathauses. Von 12 bis 17 Uhr gibt es Führungen für Besucher, die das general sanierte Gebäude auch auf eigene Faust erkunden können.
Auf dem Marktplatz findet ein Bürgerfest statt (Zeltbetrieb).

Am Tag des offenen Denkmals können im Landkreis Kulmbach weiterhin besichtigt werden:

Langheimer Amtshof ehemaliger Klosterhof, dreigeschossige Zweiflügelanlage von 1691/94, jetzt Schulgebäude; 14 bis 16 Uhr Führungen.

Schloss Thurnau Vierflügelanlage mit Kemenate, 15./16. Jahrhundert. 11 und 13 Uhr Führungen (Teilnehmerzahl 15 bis 20 Personen), Treffpunkt Oberer Schlosshof; Besichtigung der noch nicht sanierten Räume im Nord flügel und in der Kemenate.

Hutschdorfer Tonstollen Erkundungstour mit Isabelle Stickling (drei Stunden), Treffpunkt 14 Uhr Töpfermuseum; Unkostenbeitrag 4 Euro, Anmeldung 09228/5351.

Stiftskirche Himmelkron ehemalige Zisterzienserinnen-Klosteranlage von 1279; 14 Uhr Führung in der ehemaligen Klosterkirche St. Marien, mit Fürstengruft und gotischem Dachstuhl. 15 Uhr: "Buch kommt von Buche" - Sonderführung durch die Faksimile-Sammlung der Gebrüder Pfreundner. - Das Konzert "Minnesängerinnen Gottes" am Samstag entfällt.

Mehr dazu lesen Sie am Freitag in der Bayerischen Rundschau.
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