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Kulmbach
Lehrstück

Kulmbacher Kinder mögen den total verrückten Bauernhof

Die Buschklopfer begeistern ihre jüngsten Zuschauer am Sonntagnachmittag in der Alte Spinnerei mit einer tierischen Komödie. In der verkehrten Welt von Bauer Oskar gibt es viel zu lachen und zu lernen.
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Der diebischen Maus (Roland Jonak) geht es an den Kragen. Die Katze (Cosima Asen, links) und der Kater (Marion Knörrer) dürfen endlich das tun, was sie können: Mäuse fangen. Foto: Uschi Prawitz
Der diebischen Maus (Roland Jonak) geht es an den Kragen. Die Katze (Cosima Asen, links) und der Kater (Marion Knörrer) dürfen endlich das tun, was sie können: Mäuse fangen. Foto: Uschi Prawitz
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Ein Hund, der ein Ei legen soll, ein Esel, der für die Mäusejagd zuständig ist, und eine Henne, die einen Karren ziehen muss. Gibt es das überhaupt? Ja, und zwar auf dem total verrückten Bauernhof von Oskar (Johannes Asen). Der nämlich ist vollkommen ignorant und ungerecht und weist all seinen Tieren Aufgaben zu, die sie gar nicht bewältigen können.


Botschaften stecken drin

"Oskar legt ein Ei" ist eine tierische Geschichte rund um die Tiere und den Bauern Oskar, der seinen Bauernhof auf sehr ungewöhnliche Weise führt. Der alte eigensinnige Kerl lässt niemanden das machen, was er kann.
"Wir bieten den Kindern damit nicht nur ein lustiges Stück", sagt Regisseur Georg Mädl, "sondern es steckt auch noch voller wertvoller Botschaften." Freundschaft, Miteinander und Respekt sind die Schlüsselwörter, die dem jungen Theaterpublikum Sonntagnachmittag in der Alten Spinnerei von der Theatergruppe der Buschklopfer auf lustige Weise nähergebracht werden.

Auf dem Bauernhof helfen sich die Tiere schon lange untereinander aus - aber ganz heimlich, damit der Bauer nichts merkt. Eines Tages bekommt ein fremder Kater (Marion Knörrer) auf dem Hof eine Anstellung als Hofhund. Nach einer Weile gesteht er Oskar jedoch, dass er gar nicht bellen kann.


Hund und Henne haben die Nase voll

Doch als der Bauer kein Verständnis für seine Tiere zeigt und wild fluchend auf seinen Ansichten beharrt, haben Hund, Henne, Esel und Kater die Nase voll: Bauer Oskar kommt in einen Käfig, in dem er so lange sitzen soll, bis er ein Ei gelegt hat.

"Leg ein Ei, schon bist du frei", bekommt er da frech zu hören, und Oskar muss erkennen, welches Unrecht er seinen Tieren angetan hat. "Wenn ich noch eine Chance bekäme", versucht er die Henne zu bezirzen, "würde ich alles besser machen." Und in der Tat erkennt der Bauer, wie dumm er war und wie schlimm es um ihn steht, da er im Gegensatz zu den Tieren überhaupt keine Freunde hat. Und siehe da - plötzlich liegt ein Ei in seinem Käfig.


Kinder fiebern mit

Die sieben Darsteller spielen sich in die Herzen ihrer kleinen Zuschauer, die auch heftig mitfiebern. Etwa wenn die diebische Maus (Roland Jonak) wieder über die Bühne schleicht und dem Esel (Eberhard Einwag), der sie fangen soll, auf der Nase herumtanzt. "Die Maus", rufen die Kinder schon ganz verzweifelt, "da ist doch die Maus, die hat die Wurst geklaut!" Oder sie lachen herzhaft, wenn die Henne (Rosi Walter) aufgeregt mit einem "Ogott-ogott-ogott" über die Bühne gackert und aus einem schwarzen Kater einen Riesenelefanten macht.

Strahlende Gesichter verlassen daher auch nach der Vorstellung das "Theater" in der Alten Spinnerei. Und am Ausgang stehen alle tierischen Helden des Stücks nochmals Spalier und verabschieden sich persönlich von ihren jungen Gästen. Nur der knurrige Bauer ist nicht ganz so nett und gibt jedem noch ein lieb gemeintes Schimpfwort mit auf den Heimweg. "Ihr Taugenichtse, kommt mir nur gut nach Hause", ruft Oskar.
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