Kulmbach
Spendenaktion

Kulmbacher Jugendrotkreuz unterstützen

Das BRK Kulmbach schult rund 200 Kinder im Sanitätsdienst. "Franken helfen Franken" will diese Initiative unterstützen und bittet daher um Spenden.
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Michaela Hübner zeigt Michelle Bergeron (12) und Leonie Tulke (10), wie man einen Verletzten fachgerecht verarztet. Florian Uhl hat sich Kopfverbände anlegen lassen. Fotos: Sonja Adam
Michaela Hübner zeigt Michelle Bergeron (12) und Leonie Tulke (10), wie man einen Verletzten fachgerecht verarztet. Florian Uhl hat sich Kopfverbände anlegen lassen. Fotos: Sonja Adam
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Die Tugend, für andere Menschen da zu sein und ihnen zu helfen, wenn sie in Not sind, ist heute nicht mehr selbstverständlich. Es gibt Vorbehalte und Ängste, etwas falsch zu machen. Deshalb bildet das Jugendrotkreuz des BRK Kulmbach schon die Kleinsten aus und sorgt dafür, dass jeder helfen lernen kann.
"Wir haben in Kulmbach rund 200 Kinder, die mit dabei sind. Und wir haben auch an vielen Schulen Schulsanitätsdienste", sagt der Geschäftsführer des BRK, Jürgen Dippold. Doch möglich ist diese intensive Jugendarbeit nur, wenn auch in Zukunft Spenden fließen.
Denn die Gruppe hat so manche Besonderheit. Schon seit Jahren lebt das Jugendrotkreuz Inklusion. "Wir haben in der Gruppe auch benachteiligte Kinder, Kinder mit Handicaps - eben Kinder aus allen Bevölkerungsschichten", sagt der BRK-Geschäftsführer und ist stolz auf das harmonische Miteinander. Denn neben all den Hilfshandgriffen, neben richtigen Verbindetechniken und viel Wissenswertem zum Thema Erste Hilfe und Notrufe bekommen die Kinder dadurch auch Umgangsformen und Werte vermittelt. Niemand soll von der Idee, selbstlos anderen Menschen zu helfen, ausgeschlossen werden. Und deshalb sind die Gruppenstunden auch kostenlos. "Die Ausbilder bekommen nichts. Sie engagieren sich ehrenamtlich", sagt Jürgen Dippold.

50 000 Euro Kosten pro Jahr

Doch einige Gruppen sind so groß, dass dringend weitere Ausbilder geschult werden müssten. Und das kostet Geld. Pro Jahr wendet das BRK Kulmbach allein für die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen rund 50 000 Euro auf - nur für das Material. "Die Basisausbildung zum Jugendleiter kostet weitere 800 Euro. Aber es gibt dann natürlich noch Fachausbildungen und Weiterbildungen", so Dippold.
Die Ausbilder bekommen Know-How im musischen Bereich, im Bereich Kreativität. Und besonders beliebt bei den Jugendlichen ist die realistische Unfalldarstellung. Die Ausbilder des BRK lernen, Kinder so zu schminken, dass die Verletzungen wirklich echt aussehen. "Das ist nicht nur ein Spaß, sondern hilft, mit Verletzungen unverkrampft umzugehen", so Dippold.
Das Material, das das Rote Kreuz zur Demonstration braucht, wird ebenfalls gestellt. "Aber wir sind auch auf Spenden angewiesen, damit wir Zeltlager durchführen können und zu Wettbewerben fahren können", so Dippold.
Dass die Jugendgruppe tatsächlich viel lernt und Spaß hat, bestätigen die Kinder. Florian Uhl (10) ist seit drei Jahren dabei. Er besucht die dritte Klasse der Werner-Grampp-Förderschule und hat viel Selbstbewusstsein bekommen: "Ich kann schon einen Notruf absetzen und Verbände anlegen", erklärt er. Allerdings spielt er heute lieber das Opfer und lässt sich von den anderen verarzten.

Ansteckende Begeisterung

Michelle Bergeron (12) ist in der Max-Hundt-Schule. Sie kam durch Michaela Hübner und die Betreuung im Hort zum Jugendrotkreuz. "Ich bin jetzt in der sechsten Klasse und schon seit fünf Jahren dabei", erzählt sie nicht ohne Stolz. Noch länger engagiert sich Leonie Tulke (10) beim Jugendrotkreuz. Sie ist in der fünften Klasse am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium und möchte unbedingt in den Schulsanitätsdienst. Von ihrer Begeisterung hat sich auch schon ihr kleiner Bruder Jonas (6) anstecken lassen. Er ist seit drei Jahren beim Jugendrotkreuz.
Die Tulkes sind nicht das einzige Geschwisterpaar: Jenny (6) und Nico Kassel (11) machen auch gemeinsame Sache und finden das Engagement sehr interessant und wichtig.
Besonders begeistert ist Ferdinand Teller. Der Neunjährige besucht die Werner-Grampp-Förderschule.
Durch die Erste Hilfe-Ausbildung beim BRK hat er so viel Selbstbewusstsein bekommen, so dass er auch mit seiner eigenen Erkrankung viel besser zurecht kommt.

Franken helfen Franken
Verwendungszweck "Franken helfen Franken" möchte das Jugendrotkreuz unterstützen und bittet um Spenden. Bitte geben Sie als Verwendungszweck "Jugendrotkreuz Kulmbach" an. Weitere förderungswürdige Projekte werden wir 2014 unterstützen.

Verwendung Jeder für "Franken helfen Franken" gespendete Euro geht an den guten Zweck, die Verwaltungskosten übernimmt die Mediengruppe Oberfranken.

Idee Die Mediengruppe Oberfranken erreicht über ihre Zeitungen Fränkischer Tag, Bayerische Rundschau, Coburger Tageblatt, Saale-Zeitung und Die Kitzinger sowie ihre Internetangebote viele Menschen, das will sie mit Hilfe eines Spendenvereins nutzen - und Hilfsbedürftige unterstützen.

Zweck Der Spendenverein macht sich stark für ein Franken, das sich durch eine Atmosphäre des Miteinanders und der gegenseitigen Hilfe auszeichnet.

Empfänger Die Spenden gehen ausschließlich an gemeinnützige Initiativen und Projekte oder Vereine in der Region. Die können sich direkt bei "Franken helfen Franken" bewerben, der Vereinsausschuss entscheidet dann über die Spende. Seit der Gründung vor rund vier Jahren wurden auf diesem Weg schon über 90 000 Euro ausgegeben.

Spendenkonto Mediengruppe Oberfranken - Franken helfen Franken e.V.; Sparkasse Bamberg (BLZ 770 500 00), Konto 302 194 501

Fragen? Mehr Infos und Kontaktdaten finden Sie unter der Adresse


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