Werner Burger geht gern um sein ganzes Autohaus rum und besucht im hintersten Winkel "mein Baby, das ich immer mal streicheln muss". Das "Baby" steht dort, wo sich früher die Heizungsanlage von VW Dippold befand - und ist ein Blockheizkraftwerk. "Ich schau es mir jeden Tag an", erklärt der neue Firmeninhaber, der das traditionsreiche Autohaus mitten in Kulmbach nach dem Ausstieg der Leonhardt-Gruppe im Juli übernommen hat.
Was ihn so stolz macht: Die gesamte Anlage, für die er 100 000 Euro investiert hat, heizt nicht nur die Werkstatt, die Verkaufsräume und die Büros, sondern produziert auch einen Großteil des Stromes selber.
Im Autohaus Dippold denkt man auch ökologisch. "Es gibt keinen Automobilbetrieb im Landkreis Kulmbach, der so ausgestattet ist wie wir", versichert Burger.

Nach fünf Jahren amortisiert


Dabei ist sein Öko-"Baby" ökonomisch kein Draufzahlgeschäft, weiß der Kaufmann. Es rechnet sich. Das Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Lebensdauer von zehn bis zwanzig Jahren wird sich nach fünf Jahren amortisiert haben. Es schon nicht nur den Geldbeutel des Unternehmers, der seine Energiekosten senkt, sondern auch die Umwelt: Der Kohlendioxidausstoß wird pro Jahr um 113 Tonnen reduziert, das entspricht der Fahrleistung von 690 000 Kilometer eines Diesel-Pkw oder der CO 2 -Absorption von 5650 Bäumen.

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe der Bayerischen Rundschau.