Kulmbach
Diebstahlserie

Kosmetik-Krimineller jetzt in Kulmbacher Knast

Der Polizei Oberfranken ist es am Dienstag gelungen, einen mehrfachen Ladendieb festzunehmen, der in der Vergangenheit Kosmetika im Wert von mehreren tausend Euro geklaut hatte.
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Symbolfoto: Jens Schierenbeck/dpa
Symbolfoto: Jens Schierenbeck/dpa
Wenn der 38-Jährige einen Supermarkt betrat, hatte er offenbar immer eine klar umrissene "Einkaufsliste" im Kopf: Kosmetikartikel. Einkaufen ging er dabei anders als andere. Zumindest hatte er wohl nie vor zu bezahlen - ob er eine Liste hatte, bleibt ebenfalls unklar. Klar ist, dass er sich vornehmlich bei Kosmetikartikeln bediente - und das nicht zu knapp!

Polizisten kamen dem 38-Jährigen mithilfe von Videoüberwachung auf die Spur, nachdem dieser zusammen mit einem Komplizen am 15. Januar einen Supermarkt in Kulmbach von Kosmetikartikel im Wert von 380 Euro erleichtert hatte. Hauptsächlich nahmen die Beiden Aufsteckbürsten für elektrische Zahnbürsten und Rasierklingen für Nassrasierer mit.

Weil in der Regel teuer, gleichzeitig aber auch relativ klein, ist beides ein recht beliebtes Diebesgut, wie die jüngste EHI Studie zu Inventurdifferenzen im Handel 2013 zeigte.
Dass dies ein besonderer Fall von Diebstahl ist, offenbart die anschließende Wohnungsdurchsuchung in Kulmbach.

Der 38-Jährige hatte sich offenbar schon seit einiger Zeit auf Kosmetikartikel konzentriert. Darauf weist zumindest die schiere Menge von Pflegeartikeln hin, die die Beamten in seinen Räumlichkeiten fanden. Säckeweise hatte der Ladendieb verschiedene Produkte in seiner Wohnung zusammengetragen. Gesamtwert: über 8000 Euro. Die Produkte hatte er offenbar mehreren oberfränkischen Supermärkten entwendet, wie die Polizei mitteilte.

Die weiteren, umfangreichen Ermittlungen, insbesondere zum Komplizen des 38-Jährigen, dauern noch an. Allerdings gehen die Beamten der Ermittlungsgruppe der Polizeiinspektion Kulmbach davon aus, dass beide Männer wohl auch für zahlreiche Diebstähle außerhalb des Landkreises Kulmbach verantwortlich sein dürften.

Mittlerweile sitzt zumindest der 38-Jährige in der Justizvollzugsanstalt ein. Es bleibt zu hoffen, dass die kommenden Inventuren in fränkischen Supermärkten nun etwas entspannter verlaufen können.
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